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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/024

Ver­di sorgt sich um Ge­sund­heit der Feu­er­wehr­leu­te - "Alar­mie­rend"

Feu­er­wehr­leu­te müs­sen im Ein­satz ei­ni­ges mit­ma­chen. Sie er­le­ben nicht nur Schmerz und Leid der Op­fer, son­dern auch zu­neh­men­de ver­ba­le und tät­li­che An­grif­fe. Die Ge­werk­schaft Ver­di warnt: Vie­len Brand­schüt­zern dro­he die völ­li­ge Er­schöp­fung
Feuerwehrauto mit Leiter Mit was für Be­schwer­den ha­ben Feu­er­wehr­leu­te zu kämp­fen?

21.01.2017. (dpa) - Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di sorgt sich nach ei­ner Be­fra­gung von rund 1.000 Feu­er­wehr­leu­ten in NRW um die Ge­sund­heit der Brand­schüt­zer.

Die Er­geb­nis­se sei­en "alar­mie­rend".

Vie­len Ein­satz­kräf­ten dro­he die völ­li­ge psy­chi­sche und kör­per­li­che Er­schöp­fung, sie sei­en durch die Ein­sät­ze trau­ma­ti­siert, fass­te die Ge­werk­schaft zu­sam­men und for­der­te mehr psy­cho­so­zia­le Un­ter­stüt­zung.

Für die Un­ter­su­chung im Auf­trag von Ver­di hat­te die Aka­de­mie für Psy­cho­so­ma­tik in der Ar­beits­welt - sie ge­hört zu ei­ner Kli­nik für Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Me­di­zin in Eschwei­ler - on­line 1.057 Feu­er­wehr­leu­te zwi­schen 21 und 64 Jah­ren be­fragt.

Da­nach hal­ten sich 44 Pro­zent für Bur­nout-ge­fähr­det. Fast je­der zwei­te be­rich­tet von "ei­nem spür­bar er­höh­ten Maß an be­ruf­li­chem Stress und stress­be­ding­ten Be­schwer­den."

Das Mit­er­le­ben von Schmerz und Leid der Op­fer, aber auch zu­neh­men­de ver­ba­le und tät­li­che An­grif­fe bei Ein­sät­zen ge­hen nicht spur­los an den Ret­tern vor­bei, wie Ver­di be­ton­te. Rund 29 Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, nach be­ruf­li­chen Er­leb­nis­sen trau­ma­ti­siert zu sein. Bei äl­te­ren Feu­er­wehr­leu­ten häuf­ten sich zu­dem kör­per­li­che Be­schwer­den. "Der mas­si­ve Stress hat bei vie­len ein Aus­maß an­ge­nom­men, das kli­nisch re­le­vant ist", er­klär­te die wis­sen­schaft­li­che Lei­te­rin der Aka­de­mie für Psy­cho­so­ma­tik, Kat­ja Ge­u­e­nich, laut Ver­di-Mit­tei­lung.

Die Ge­werk­schaft for­der­te mehr psy­cho­so­zia­le An­ge­bo­te für die Ein­satz­kräf­te. Die Ge­sund­heits­für­sor­ge bei der Feu­er­wehr müs­se bes­ser wer­den. Au­ßer­dem sol­le ein De­es­ka­la­ti­ons­trai­ning Stan­dard wer­den, um "der Ge­walt­be­reit­schaft un­be­tei­lig­ter Drit­ter zu be­geg­nen".

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

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