HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL

13/146a Volks­wir­te: Zahl der Ar­beits­lo­sen im Mai un­ter Drei-Mil­lio­nen-Mar­ke

Der Kon­junk­tur­mo­tor stot­tert, und dann auch noch der lang­an­hal­ten­de Win­ter - kei­ne gu­ten Vor­zei­chen für den sonst üb­li­chen Früh­jahrs­auf­schwung: Das soll sich aber im Mai än­dern, pro­gnos­ti­zie­ren Fach­leu­te in ei­ner dpa-Um­fra­ge
Schreiben der Bundesagentur für Arbeit mit darauf liegenden Geldscheinen Sinkt die Zahl der Ar­beits­lo­sen?

25.05.2013. (dpa) - Die Zahl der Ar­beits­lo­sen ist nach Ex­per­ten-Ein­schät­zung im Mai erst­mals wie­der un­ter die Drei-Mil­lio­nen-Mar­ke ge­rutscht.

Ins­ge­samt sei­en im zu En­de ge­hen­den Mo­nat bun­des­weit 2,91 Mil­lio­nen und Män­ner oh­ne Ar­beit ge­we­sen, be­rich­te­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner dpa-Um­fra­ge un­ter Be­ru­fung auf ei­ge­ne Be­rech­nun­gen.

Dies wä­ren zwar rund 110 000 Ar­beits­lo­se we­ni­ger als im April, aber rund 55 000 mehr als vor ei­nem Jahr.

Die of­fi­zi­el­le Zahl der Ar­beits­lo­sen will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Mitt­woch (29. Mai) be­kannt­ge­ben.

Zu­letzt hat­te die Zahl der amt­lich re­gis­trier­ten Er­werbs­lo­sen im De­zem­ber 2012 un­ter der psy­cho­lo­gisch wich­ti­gen Drei-Mil­lio­nen Mar­ke ge­le­gen. We­gen des lang­an­hal­ten­den Win­ters hat­te es nach Ex­per­ten­ein­schät­zung in die­sem Jahr zwei Mo­na­te län­ger ge­dau­ert, bis der Früh­jahrs­auf­schwung die Ar­beits­lo­sen­zahl wie­der un­ter die Drei-Mil­lio­nen Schwel­le drück­te. Von ei­ner Un­ter­schrei­tung der Schwel­le im Mai war zu­letzt auch BA-Chef Frank-Jür­gen Wei­se aus­ge­gan­gen.

Et­was op­ti­mis­ti­scher als die meis­ten sei­ner Kol­le­gen be­ur­teilt Al­li­anz-Volks­wirt Rolf Schnei­der die Ar­beits­markt­ent­wick­lung. "Nach Os­tern ha­ben vie­le Un­ter­neh­men neue Ar­beits­kräf­te ein­ge­stellt. Vor al­lem auf dem Bau hat es we­gen der dort gu­ten Auf­trags­la­ge ei­nen Nach­ho­lef­fekt ge­ge­ben", ur­teilt er. Oh­ne die­sen Son­der­ef­fek­te hät­te es al­ler­dings im Mai eher ei­nen Still­stand auf dem Ar­beits­markt ge­ge­ben. Kon­junk­tu­rell sei die La­ge für den Ar­beits­markt noch im­mer un­güns­tig.

Ähn­lich sieht das auch Com­merz­bank-Volks­wirt Eck­art Tucht­feld: "Man muss ein­fach zur Kennt­nis neh­men, dass bei vie­len Un­ter­neh­men die Be­geis­te­rung für In­ves­ti­tio­nen nicht da ist", be­tont der Ar­beits­markt­ex­per­te. In vie­len Chef­eta­gen sei noch im­mer die Ver­un­si­che­rung über die Staats­schul­den­kri­se groß. Zu­dem dämpf­ten volks­wirt­schaft­li­che Früh­in­di­ka­to­ren wie das Ifo-Ge­schäfts­kli­ma die Stim­mung. "Auch ist bei vie­len Fir­men die Auf­trags­la­ge ge­dämpft."

Wie die meis­ten sei­ner Kol­le­ge rech­net er da­her auch für den Rest des Jah­res mit ei­ner Sta­gna­ti­on auf dem deut­schen Ar­beits­markt. "Im Ju­ni wird die Zahl sai­son­be­rei­nigt noch mal stei­gen, da­nach wer­den wir uns bis zum Jah­res­en­de an ei­ner Null-Li­nie ent­lang be­we­gen", pro­gnos­ti­ziert er. Et­was zu­ver­sicht­li­cher schätzt Al­li­anz-Volks­wirt die wei­te­re Ent­wick­lung ein. Er hält es für wahr­schein­lich, dass mit dem An­zie­hen der Kon­junk­tur in der zwei­ten Jah­res­hälf­te auch wie­der neue Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen. Da­durch könn­te die Zahl der Er­werbs­lo­sen im Jah­res­ver­lauf bis auf 2,77 Mil­lio­nen sin­ken.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de