HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/084

Warn­streiks an Ban­ken aus­ge­ru­fen

Die Bank­an­ge­stell­ten pla­nen für die kom­men­den Ta­ge Warn­streiks, um ih­re For­de­rung zu un­ter­mau­ern. Die Ar­beit­ge­ber­sei­te re­agiert ge­las­sen
bank_geld

10.04.2019. (dpa/fle) - An meh­re­ren Ta­gen in der ers­ten April­hälf­te ruft die Ge­werk­schaft Ver­di Bank­an­ge­stell­te in ver­schie­de­nen deut­schen Städ­ten zu Warn­streiks auf.

Am Frei­tag sei­en in Ber­lin un­ter an­de­rem Fi­lia­len der Deut­schen Bank, Ber­li­ner Spar­kas­se, In­ves­ti­ti­ons­bank Ber­lin, Com­merz­bank und Tar­go-Bank be­trof­fen, teil­te Ver­di am Diens­tag mit.

In Bran­den­burg dürf­ten Kun­den der In­ves­ti­ti­ons­bank des Lan­des und der Lan­des­bau­spar­kas­se Ost Ein­schrän­kun­gen zu spü­ren be­kom­men. Zu­dem ge­be es um 10.00 Uhr auf dem Ber­li­ner Breit­scheid­platz ei­ne Kund­ge­bung mit an­schlie­ßen­der De­mons­tra­ti­on zum Ernst-Reu­ter-Platz und zu­rück.

Vie­le wei­te­re Städ­te in zahl­rei­chen Bun­des­län­dern sind an ver­schie­de­nen Ta­gen im April be­trof­fen. Den Auf­takt ma­chen am 03.04.2019 Bank­an­ge­stell­te in Ham­burg. Am 05.04.2019 sind laut Ver­di ne­ben Ber­lin und Bran­den­burg auch Mit­ar­bei­ter in Ban­ken in Hes­sen, Ba­den-Würt­tem­berg und in den Re­gio­nen Müns­ter­land und Ost­west­fa­len/Lip­pe zu Warn­streiks auf­ge­ru­fen. In der Wo­che ab dem 08.04.2019 sol­le es wei­te­re Ar­beits­nie­der­le­gun­gen ge­ben.

Wie vie­le Be­schäf­tig­te ins­ge­samt auf­ge­ru­fen sei­en, konn­te die Ge­werk­schaft nicht sa­gen. Laut Ver­di müss­ten Bank­kun­den so­gar mit Fi­li­al­schlie­ßun­gen rech­nen. Die Ban­ken se­hen das an­ders: Die Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de der pri­va­ten und der öf­fent­li­chen Ban­ken rech­nen nicht mit grö­ße­ren Ein­schrän­kun­gen. Bei bis­he­ri­gen Ak­tio­nen sei es auch nicht zu nen­nens­wer­ten Aus­wir­kun­gen für Bank­kun­den ge­kom­men. Ei­ne ge­naue Ein­schät­zung, wel­che Fol­gen die Warn­streiks kon­kret ha­ben könn­ten, las­se sich aber noch nicht ab­ge­ben, sag­te Cars­ten Rog­ge-Strang, Ge­schäfts­füh­rer Ta­rif­po­li­tik im Ar­beit­ge­ber­ver­band des pri­va­ten Bank­ge­wer­bes (AVG Ban­ken).

Der­zeit ver­han­deln die Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­ver­tre­ter der pri­va­ten und öf­fent­li­chen Ban­ken für et­wa 200.000 Be­schäf­tig­te ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag. Ver­di will un­ter an­de­rem sechs Pro­zent mehr Geld bei ei­ner Lauf­zeit von zwölf Mo­na­ten, mehr Ur­laub, kür­ze­re Ar­beits­zei­ten und ei­nen ver­bind­li­chen An­spruch auf Wei­ter­bil­dung durch­set­zen.

Ver­di wirft den Ar­beit­ge­bern vor, die Warn­streiks pro­vo­ziert zu ha­ben, weil sie die Fort­füh­rung der Ver­hand­lun­gen da­von ab­hän­gig mach­ten, dass die Ge­werk­schaft na­he­zu al­le For­de­run­gen zu­rück­nimmt. Die Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de wei­sen die Vor­wür­fe zu­rück. Aus ih­rer Sicht sei das For­de­rungs­pa­ket der Ge­werk­schaft "his­to­risch um­fang­reich, viel zu dick". Der nächs­te Ver­hand­lungs­ter­min ist am 11.04.2019 in Ber­lin.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. September 2019

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2019:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de