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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/101

Zeit­ar­bei­ter sind kei­ne Ge­fahr für Stamm­be­leg­schaf­ten

Laut dem In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) führt Leih­ar­beit zu kei­nem Rück­gang des sog. Nor­mal­ar­beits­ver­hält­nis­ses.
Wanduhr

06.04.2017. (dpa/wie) - In der All­ge­mein­heit ist die An­sicht ver­brei­tet, dass Ar­beit­neh­mer­über­las­sung ei­ne Ge­fahr für die üb­li­che Fest­an­stel­lung be­deu­tet.

Das In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) hat sich nun mit der Fra­ge be­schäf­tigt, ob Leih­ar­bei­ter tat­säch­lich da­für sor­gen, dass Stamm­be­leg­schaf­ten ver­drängt wer­den.

IAB-Vi­ze­prä­si­dent Ul­rich Wal­wei er­klär­te im Rah­men der Vor­stel­lung des neu­en IAB-Hand­buchs "Ar­beits­markt kom­pakt", dass "ent­ge­gen der öf­fent­li­chen Wahr­neh­mung die Be­deu­tung des so­ge­nann­ten Nor­mal­ar­beits­ver­hält­nis­ses - Voll­zeit, un­be­fris­tet, au­ßer­halb der Zeit­ar­beit - seit An­fang des letz­ten Jahr­zehnts nicht wei­ter zu­rück­ge­gan­gen sei".

Viel­mehr ha­be der Zu­wachs an Teil­zeit­be­schäf­tig­ten und Leih­ar­bei­tern den po­si­ti­ven Ef­fekt, dass mehr Men­schen der Zu­gang zum Ar­beits­markt ge­wehrt wird, so Wal­wei.

Tho­mas Hetz, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ar­beit­ge­ber­ver­ban­des der Per­so­nal­dienst­leis­ter (BAP), schließt sich die­ser Mei­nung an. Zeit­ar­beit schaf­fe Ar­beits­plät­ze und sen­ke die struk­tu­rel­le Ar­beits­lo­sig­keit, er­klärt Hetz.

Gleich­zei­tig kri­ti­siert er auch die öf­fent­li­che Wahr­neh­mung der Be­deu­tung von Ar­beit­neh­mer­über­las­sun­gen, wel­che "so­gar ins Ge­gen­teil um­ge­kehrt" wer­de. Die­ses ne­ga­ti­ve Image sei längst über­holt.


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Letzte Überarbeitung: 8. Oktober 2018

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