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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/163

Zu ho­he Ge­häl­ter für Be­triebs­rä­te?

IG-Me­tall-Chef Jörg Hof­mann kri­ti­siert die zu ho­he Be­zah­lung von Top-Be­triebs­rä­ten. Die Re­gie­rung denkt so­gar über hö­he­re Ge­häl­ter nach.
Geld schenken, Geldscheine übergeben

20.06.2017. (dpa/wie) - Wie die "Bild"-Zei­tung be­rich­te­te, hät­ten Uni­on und SPD ei­ne Neu­re­ge­lung für hö­he­re Ge­häl­ter von Be­triebs­rä­ten er­wo­gen.

Da­bei sol­le es sich um ei­ne Än­de­rung des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes han­deln, die die über­ta­rif­li­che Be­zah­lung von Be­triebs­rats­mit­glie­dern er­leich­tern sol­le.

Be­son­ders frei­ge­stell­te Be­triebs­rä­te, die laut Ge­setz der­zeit nur ei­nen An­spruch auf den Ta­rif­lohn ih­rer ei­gent­li­chen Tä­tig­kei­ten ha­ben, soll­ten pro­fi­tie­ren.

Ein Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on gab am Mon­tag an, dass ei­ne sol­che Ge­set­zes­än­de­rung nicht rea­li­siert wer­de. Ver­stän­digt hät­te sich die Ko­ali­ti­on auf die­ses Vor­ha­ben be­reits ver­gan­ge­nen Frei­tag bei ei­nem "Zu­kunfts­ge­spräch" in Me­se­berg (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/159 Zu­kunfts­ge­spräch zwi­schen Bun­des­re­gie­rung und So­zi­al­part­nern). Das Schei­tern soll an der feh­len­den Ei­ni­gung mit den Wirt­schafts­ver­tre­tern ge­le­gen ha­ben.

IG-Me­tall-Chef Jörg Hof­mann warn­te da­ge­gen vor zu groß­zü­gi­gen Ge­häl­ter für Mit­glie­der des Be­triebs­ra­tes. "Be­triebs­rä­te sind kei­ne Vor­stän­de. Das gilt auch für ihr Ent­gelt", sag­te Hof­mann und leg­te vor Al­lem den Spit­zen­ver­die­nern un­ter den Mit­glie­dern ein Ge­halts­ver­zicht na­he.

Al­ler­dings ge­be es nur ei­ni­ge we­ni­ge Be­triebs­rä­te, die deut­lich mehr ver­die­nen als die Be­schäf­tig­ten, die sie ver­tre­ten. Der Groß­teil der 6.000 frei­ge­stell­ten Be­triebs­rats­mit­glie­der der Me­tall- und Elek­tro­bran­che müs­se dar­um kämp­fen, "dass ih­re Tä­tig­keit für sie nicht das En­de der Ge­halts­ent­wick­lung be­deu­tet", so Hof­mann.


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Letzte Überarbeitung: 27. Februar 2018

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