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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/228

Ar­bei­ten au­ßer­halb des Be­triebs

Ins­be­son­de­re Aka­de­mi­ker, Füh­rungs­kräf­te und Hand­wer­ker ar­bei­ten oft­mals von un­ter­wegs. Laut ei­ner Stu­die führt das zwar häu­fig zu Mehr­ar­beit aber auch zu Zu­frie­den­heit.
Arbeiten außerhalb des Betriebs, mobiles Arbeiten, Arbeit am Laptop im Cafe

01.09.2017. (dpa/wie) - Et­wa 20 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten in Deutsch­land ar­bei­ten mehr­mals im Mo­nat oder häu­fi­ger au­ßer­halb des Be­triebs und ver­brin­gen da­bei min­des­tens ein Vier­tel ih­rer Ar­beits­zeit am PC, Lap­top oder Smart­pho­ne. Das er­gab ei­ne Aus­wer­tung des In­sti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW) in Köln auf Ba­sis des Eu­ro­pean Working Con­di­ti­ons Sur­vey 2015.

In die­ser Grup­pe der mo­bi­len Com­pu­ter­ar­bei­ter be­fin­den sich ins­be­son­de­re Be­schäf­tig­te in aka­de­mi­schen Be­ru­fen und Füh­rungs­kräf­te. Das ist laut dem IW auf die Ver­brei­tung von mo­bi­len End­ge­rä­ten und dem im­mer bes­ser wer­den­den Zu­gang zum In­ter­net zu­rück­zu­füh­ren.

Dies füh­re laut Kri­ti­kern zu stän­di­ger Er­reich­bar­keit und län­ge­rer Ar­beits­ta­ge, was ei­ner Stu­die der Uni­ver­si­tät St. Gal­len zu­fol­ge zu ei­ner star­ken Be­las­tung für Fa­mi­lie und Ge­sund­heit wer­den kann. Auch die IG Me­tall warnt vor der Auf­wei­chung der ge­setz­li­chen Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen durch den di­gi­ta­len Wan­del.

Die IW-Aus­wer­tung kam al­ler­dings zu dem Er­geb­nis, dass das mo­bi­le Ar­bei­ten in der Tat zu Mehr­ar­beit führt, die Be­schäf­tig­ten mit ih­rer Si­tua­ti­on den­noch zu­frie­den sind. Dem­nach hät­ten die­se mo­bi­len Com­pu­ter­ar­bei­ter am häu­figs­ten Ar­beits­ta­ge von mehr als zehn St­un­den. "Das In­ter­es­san­te ist, dass die­se Men­schen da­für mehr Au­to­no­mie ha­ben, das heißt, sie ha­ben mehr Sou­ve­rä­ni­tät zu ent­schei­den: Wie ar­bei­te ich, wann ar­bei­te ich, was ar­bei­te ich", er­klär­te der Stu­di­en­au­tor Oli­ver Stet­tes.

Bei der Um­fra­ge ga­ben 63 Pro­zent der Be­trof­fe­nen an, dass sie sich oh­ne Pro­ble­me wäh­rend der Ar­beit ein bis zwei St­un­den Zeit für pri­va­te An­ge­le­gen­hei­ten neh­men könn­ten. "Bei der Ar­beits­zu­frie­den­heit, die in Deutsch­land so­wie so sehr hoch ist, gibt es kei­nen Un­ter­schied. Es gibt ins­ge­samt ei­ne po­si­ti­ve Wahr­neh­mung. Auch die mo­bi­len Com­pu­ter­ar­bei­ter si­gna­li­sie­ren: Das passt so für mich", er­gänz­te Stet­tes.

Ins­ge­samt ar­bei­tet über die Hälf­te der deut­schen Be­schäf­tig­ten re­gel­mä­ßig au­ßer­halb des Be­triebs, auch ab­seits des Com­pu­ters. Vor al­lem Hand­wer­ker sind häu­fig un­ter­wegs. Der Sta­tis­tik zu­fol­ge neh­men die meis­ten Ar­beit­neh­mer, die au­ßer­halb des Be­triebs­ge­län­des tä­tig wer­den, Ter­mi­ne bei Kun­den wahr. Da­nach folgt das Fahr­zeug als al­ter­na­ti­ver Ar­beits­ort.

Im eu­ro­päi­schen Ver­gleich liegt Deutsch­land in Sa­chen mo­bi­les Ar­bei­ten nur im Mit­tel­feld. In den skan­di­na­vi­schen Län­dern Schwe­den und Dä­ne­mark ar­bei­ten et­wa drei Vier­tel der Be­schäf­tig­ten von un­ter­wegs.


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Letzte Überarbeitung: 7. September 2017

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