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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/221

Auch Rya­n­air-Flug­be­glei­ter noch oh­ne Ta­rif­ver­trag

Ne­ben den Pi­lo­ten for­dern auch die Flug­be­glei­ter des iri­schen Bil­lig­flie­gers Rya­n­air bes­se­re Kon­di­tio­nen und Ar­beits­be­din­gun­gen
Stewardess im Flugzeug, Flugbegleiterin

06.09.2018. (dpa/wie) - Die Ge­werk­schaft Ver.di for­dert für die rund 1.000 in Deutsch­land be­schäf­tig­ten Flug­be­glei­ter der iri­schen Flug­li­nie Rya­n­air u.a. "sub­stan­ti­el­le Ent­gelt­stei­ge­run­gen" so­wie ei­ne Min­dest­stun­den­ga­ran­tie.

Au­ßer­dem wol­len die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter Kom­pen­sa­ti­on bei Ver­spä­tun­gen und ei­ne be­trieb­li­che In­ter­es­sen­ver­tre­tung durch­set­zen. Ins­be­son­de­re geht es auch um das The­ma Leih­ar­beit. Rya­n­air ha­be zu­ge­sagt, weit­rei­chen­de Über­nah­me­an­ge­bo­te an Leih­ar­beit­neh­mer in Deutsch­land zu prü­fen, sag­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­re­rin Mi­ra Neu­mai­er. Die­sen Be­schäf­tig­ten sei aber un­ter Um­stän­den auch Kün­di­gung oder Ver­set­zung ins Eu­ro­päi­sche Aus­land in Aus­sicht ge­stellt wor­den, falls dies nicht un­ter den vom Un­ter­neh­men vor­ge­ge­be­nen Be­din­gun­gen er­fol­ge.

Die zwei­te Ver­hand­lungs­run­de sei un­ter­des­sen auch oh­ne Er­geb­nis be­en­det wor­den, wie die Ge­werk­schaft am Don­ners­tag mit­teil­te. Rya­n­air hal­te aus Sicht von Ver.di an sei­nem "ent­täu­schen­den An­ge­bot" aus dem ers­ten Ver­hand­lungs­ter­min fest. Von der Air­line gab es zu­nächst kei­ne Stel­lung­nah­me. Das Un­ter­neh­men ha­be um Be­denk­zeit bis En­de der Wo­che ge­be­ten.

Ak­tu­ell hat­te Rya­n­air laut Ver­di an­ge­bo­ten, na­tio­na­le Ver­trä­ge ab­schlie­ßen zu wol­len, al­ler­dings erst zum Jahr 2022. Die Ein­füh­rung von Be­triebs­rä­ten ha­be die Flug­ge­sell­schaft ab­ge­lehnt. Das Ent­gel­t­an­ge­bot sei völ­lig in­dis­ku­ta­bel.

Ver­di wer­de sich in den nächs­ten Ta­gen mit den in­ter­na­tio­na­len Ge­werk­schafts-Part­nern über das wei­te­re Vor­ge­hen be­ra­ten.


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Letzte Überarbeitung: 6. September 2018

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