HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/004

Azu­bi-Ge­häl­ter stei­gen trotz gu­ter Kon­junk­tur nur leicht

Laut ei­ner Stu­die ist die durch­schnitt­li­che Ver­gü­tung von Aus­zu­bil­den­den in 2017 um 2,6 Pro­zent und da­mit schwä­cher ge­stie­gen als in den Vor­jah­ren.
duale Ausbildung, Meister bildet Azubis aus

05.01.2018. (dpa/wie) - Die Kon­junk­tur in Deutsch­land boomt wie lan­ge nicht mehr und Un­ter­neh­men be­kla­gen sich, dass es an Nach­wuchs man­gelt und vie­le of­fe­ne Aus­bil­dungs­plät­ze nicht be­setzt wer­den kön­nen (mehr da­zu in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/193 Dua­le Aus­bil­dung - Vie­le Lehr­stel­len blei­ben un­be­setzt).

Den­noch ist die Ver­gü­tung von Azu­bis im Jahr 2017 nicht so stark ge­stie­gen, wie es die Nach­fra­ge ver­mu­ten lässt. Tat­säch­lich ist der An­stieg laut ei­ner Stu­die des Bun­des­in­sti­tuts für Be­rufs­bil­dung (BiBB) so­gar ge­rin­ger aus­ge­fal­len als in den Jah­ren da­vor.

Das durch­schnitt­li­che Lehr­lings­ge­halt lag im ver­gan­ge­nen Jahr bei 876 Eu­ro und da­mit um 2,6 Pro­zent hö­her als in 2016. Doch im Ver­gleich zum Zeit­raum 2012 bis 2016, in dem das Plus nach An­ga­ben des BiBB bei 3,4 bis 4,5 Pro­zent pro Jahr lag, konn­ten die Aus­zu­bil­den­den im ver­gan­ge­nen Jahr nur mä­ßig vom Wirt­schafts­auf­schwung pro­fi­tie­ren.

Be­reits im Jahr 2008 gab es trotz ei­ner po­si­ti­ven Wirt­schafts­ent­wick­lung ei­ne ge­rin­ge Ge­halts­stei­ge­rung von 2,2 Pro­zent. Grün­de wur­den in der BiBB-Stu­die nicht ge­nannt. Laut ei­ge­ner An­ga­ben deck­te die Stu­die fast 90 Pro­zent al­ler Azu­bis in Deutsch­land ab, da man Ta­rif­ab­schlüs­se für 181 ver­schie­de­ne Be­ru­fe in West­deutsch­land und 152 Be­ru­fe in den neu­en Bun­des­län­dern ana­ly­siert ha­be. Da­bei wur­de ein Durch­schnitts­wert der ge­sam­ten Aus­bil­dungs­zeit ge­bil­det, da sich Azu­bi-Ver­gü­tun­gen von Lehr­jahr zu Lehr­jahr er­hö­hen.

Be­son­ders ho­he Mo­nats­ge­häl­ter wur­den in den Aus­bil­dungs­be­ru­fen Mau­rer (1.095 Eu­ro), Me­cha­tro­ni­ker (1.043 Eu­ro) und Ver­si­che­rungs­kauf­mann/-frau (1.028 Eu­ro) ver­zeich­net. Mit 637 Eu­ro bzw. 617 Eu­ro ver­dien­ten die Bä­cker­lehr­lin­ge und an­ge­hen­de Flo­ris­ten deut­lich we­ni­ger. Aus­zu­bil­den­de Schorn­stein­fe­ger er­hiel­ten so­gar nur 518 Eu­ro im Durch­schnitt.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. Januar 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de