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Bay­erns Ex­por­te sin­ken wei­ter

Das Wohl der baye­ri­schen Wirt­schaft hängt stark vom Ex­port­ge­schäft ab. Ge­nau die­ses zeigt zu­letzt aber schlech­te­re Zah­len
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17.10.2019. (dpa/fle) - Die baye­ri­sche In­dus­trie steckt in der Kri­se: Im Au­gust sind die Ex­por­te ein wei­te­res Mal zu­rück­ge­gan­gen, wie das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt am Don­ners­tag in Fürth mit­teil­te.

Die Ex­por­te be­lie­fen sich auf 13,3 Mil­li­ar­den EUR, sechs Pro­zent we­ni­ger als ein Jahr zu­vor und der tiefs­te Stand seit Ja­nu­ar 2016.

Die Ver­ei­ni­gung der baye­ri­schen Wirt­schaft for­der­te fi­nan­zi­el­le - und po­li­ti­sche - Ent­las­tung: "Welt­weit ha­ben wir die viert­höchs­ten Ar­beits­kos­ten, da­zu ste­tig stei­gen­de Strom- und En­er­gie­kos­ten", sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Ber­tram Bros­sardt. "Wir müs­sen un­se­re in­ter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit er­hal­ten, be­vor es zu spät ist."

Schlech­te­re Ge­schäf­te ma­chen vor al­lem die für Bay­ern wich­tigs­ten Bran­chen: Ma­schi­nen­bau­er, Au­to­in­dus­trie und de­ren Zu­lie­fe­rer. We­ni­ger ex­por­tiert wur­de in fast al­le Welt­re­gio­nen mit Aus­nah­me der USA - dort gab es im Ver­gleich zum Au­gust 2018 so­gar ein leich­tes Plus.

Der größ­te Teil der baye­ri­schen Aus­fuh­ren geht je­doch in an­de­re EU-Staa­ten, dort gab es ein kräf­ti­ges Mi­nus von fast sechs Pro­zent auf 7,3 Mil­li­ar­den EUR. Auch in Asi­en - der zweit­wich­tigs­ten Ex­port­re­gi­on nach Eu­ro­pa - läuft es nicht gut: Die Ex­por­te nach Chi­na, Ja­pan, Ko­rea und an­de­re asia­ti­sche Staa­ten san­ken im Jah­res­ver­gleich um knapp zehn Pro­zent auf 2,5 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Die baye­ri­sche In­dus­trie hängt sehr stark vom Aus­lands­ge­schäft ab, ei­ne gan­ze Rei­he von Un­ter­neh­men hat Stel­len­strei­chun­gen oder Stand­ort­schlie­ßun­gen an­ge­kün­digt: Na­he­zu gleich­zei­tig mit den neu­en Ex­port­zah­len mach­te der ober­frän­ki­sche Au­to­zu­lie­fe­rer Bro­se am Don­ners­tag die Strei­chung von 2.000 Stel­len pu­blik, die meis­ten da­von in Bay­ern. Der Rei­fen­her­stel­ler Mi­che­lin will ein Werk in Hall­stadt schlie­ßen, der Zu­lie­fe­re­rer Con­ti­nen­tal in Ro­ding.

Das Ex­port­mi­nus im Au­gust war auch deut­lich hö­her als im bis­he­ri­gen Jah­res­durch­schnitt: Von Ja­nu­ar bis Au­gust gin­gen die Ex­por­te im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um knapp zwei Pro­zent zu­rück.

Mo­nat­li­che Schwan­kun­gen der Aus­fuh­ren sind nichts Un­ge­wöhn­li­ches, ex­port­stärks­ter Mo­nat der ver­gan­ge­nen drei Jah­re war der März 2017 mit 17,8 Mil­li­ar­den EUR. Der län­ger­fris­ti­ge Ab­wärts­trend geht je­doch aus den Da­ten klar her­vor. Ähn­lich schwach war zu­letzt der De­zem­ber 2018 mit 13,6 Mil­li­ar­den EUR - al­ler­dings sind die Ex­port­zah­len im De­zem­ber im lang­jäh­ri­gen Ver­gleich oh­ne­hin häu­fig nied­rig.

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Letzte Überarbeitung: 27. November 2019

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