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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/205

Ber­lin hat nicht ge­nü­gend Aus­bil­dungs­plät­ze für al­le Be­wer­ber

In der deut­schen Haupt­stadt gibt es der­zeit mehr Be­wer­ber als Lehr­stel­len - bei der Ber­li­ner Po­li­zei sind da­ge­gen noch vie­le Stel­len zu ver­ge­ben.
Berliner Skyline, Fernsehtum, Berlin-Mitte

02.08.2017. (dpa/wie) - In Deutsch­land gibt es mo­men­tan ein Über­an­ge­bot an Aus­bil­dungs­plät­zen. Auf 100 Schul­ab­gän­ger kom­men im Schnitt 104 Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/193 Dua­le Aus­bil­dung - Vie­le Lehr­stel­len blei­ben un­be­setzt).

Dies gilt al­ler­dings nicht für die Bun­des­haupt­stadt. Laut der Ber­li­ner Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit gab es im Ju­li 7.912 jun­ge Men­schen, die sich um ei­ne Aus­bil­dung be­müh­ten. Dem­ge­gen­über stan­den nur 6.019 zu ver­ge­be­ne Lehr­stel­len.

Ins­ge­samt wur­den im lau­fen­den Aus­bil­dungs­jahr 100 freie Plät­ze we­ni­ger an­ge­bo­ten als im Vor­jahr. Dem­nach la­gen der Ar­beits­agen­tur 15.044 Aus­bil­dungs­plät­ze vor.

Bernd Be­cking, Lei­ter der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Ber­lin-Bran­den­burg, be­ton­te dass ei­ne dua­le Aus­bil­dung "der bes­te Start für die be­ruf­li­che Zu­kunft" sei, und man sich um den Aus­bil­dungs­start noch in die­sem Sep­tem­ber be­mü­hen sol­le. "Wer noch kei­ne Lehr­stel­le hat und Un­ter­stüt­zung braucht, soll­te sich kurz­fris­tig bei der Ju­gend­be­rufs­agen­tur mel­den. Die Be­ra­ter dort hel­fen, ei­ne pas­sen­de Lehr­stel­le zu fin­den", er­klär­te Be­cking.

Ei­ne Op­ti­on bei der Su­che wä­re die Ber­li­ner Po­li­zei. Die­se hat die ak­tu­el­le Be­wer­bungs­frist um gut zwei Wo­chen ver­län­gert, um wei­te­re In­ter­es­sen­ten an­zu­lo­cken. "Wir ha­ben noch nicht ge­nug Be­wer­ber", sag­te ei­ne Spre­che­rin.

Ge­plant sei die An­stel­lung von 312 An­wär­tern im mitt­le­ren und 210 im ge­ho­be­nen Dienst der Schutz­po­li­zei. Wei­te­re 90 sol­len im ge­ho­be­nen Dienst bei der Kri­mi­nal­po­li­zei aus­ge­bil­det wer­den. Um die Vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len, muss man un­ter 39 Jah­re alt sein, die deut­sche oder ei­ne EU-Staats­an­ge­hö­rig­keit vor­wei­sen kön­nen und ein Be­kennt­nis zur frei­heit­li­chen de­mo­kra­ti­schen Grund­ord­nung ab­ge­ben.

Au­ßer­dem gibt die Po­li­zei vor, dass die Be­wer­ber in der La­ge sein müs­sen, min­des­tens 200 Me­ter zu schwim­men. Auch ei­ne Min­dest­grö­ße von 1,60 Me­ter bei Frau­en und 1,65 Me­ter bei Män­ner ist vor­ge­se­hen. Sicht­ba­re Tä­to­wie­run­gen sei­en nicht er­laubt.


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Letzte Überarbeitung: 1. März 2018

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