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Be­schäf­tig­te in Star­tups ver­die­nen we­ni­ger

Laut ei­ner ak­tu­el­len Un­ter­su­chung wer­den in Star­tups nied­ri­ge­re Ge­häl­ter ge­zahlt und mehr Über­stun­den ge­leis­tet als in der klas­si­chen In­dus­trie
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12.06.2018. (dpa/wie) - Star­tups lo­cken ins­be­son­de­re die jun­ge Ge­ne­ra­ti­on Ar­beit­neh­mer mit fla­chen Hier­ar­chi­en, lo­cke­rer At­mo­sphä­re, fri­schem Obst und dem ob­li­ga­to­ri­schen Ki­cker-Tisch. Doch wenn es um die Be­zah­lung geht, ist das Per­so­nal­bud­get oft klei­ner als in der klas­si­schen In­dus­trie, wie aus ei­ner ak­tu­el­len Er­he­bung her­vor­geht.

In der Star­t­up-Stu­die 2018 hat Ge­halt.de in Ko­ope­ra­ti­on mit Grün­der­sze­ne Kar­rie­re ei­ne em­pi­ri­sche Un­ter­su­chung der Ge­halts­struk­tu­ren in Star­tups durch­ge­führt und mit Da­ten der so­ge­nann­ten "Old Eco­no­my" ver­gli­chen. Da­bei wur­den 1.600 Ge­halts­an­ga­ben von Be­schäf­tig­ten in Star­tups und 21.414 Da­ten aus der klas­si­schen In­dus­trie ge­gen­über­ge­stellt.

Den Er­geb­nis­sen zu­fol­ge ver­die­nen Fach­kräf­te in Star­tups im Schnitt 41.000 Eu­ro im Jahr und da­mit 16.500 Eu­ro we­ni­ger als ih­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in der Old Eco­no­my (57.500 Eu­ro). Be­son­ders groß ist die Ge­halts­lü­cke bei Ge­schäfts­füh­rern. Wäh­rend die­se in klas­si­schen Un­ter­neh­men durch­schnitt­lich 95.800 Eu­ro ver­die­nen, be­trägt die Ver­gü­tung bei Star­tups le­dig­lich 54.300 Eu­ro jähr­lich. Auch die Prä­mi­en fal­len in den jun­gen Un­ter­neh­men meist deut­lich ge­rin­ger aus.

"Un­ter­neh­men in der Old Eco­no­my ver­fü­gen in der Re­gel über mehr Ka­pi­tal, wo­durch auch die Ge­häl­ter für die Be­schäf­tig­ten hö­her sind als in Star­tups", er­klärt Phi­lip Bier­bach, Ge­schäfts­füh­rer von Ge­halt.de. Al­ler­dings liegt die Zahl der ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den bei Star­t­up-Be­schäf­tig­ten mit Per­so­nal­ver­ant­wor­tung mit durch­schnitt­lich 41 St­un­den nur ge­ring­fü­gig über de­nen der Old Eco­no­my. Da­mit ha­be man laut Bier­bach nicht ge­rech­net.

Der Stu­die zu­fol­ge ver­fü­gen fast 60 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten in Star­tups über ei­nen aka­de­mi­schen Ab­schluss. Fast die Hälf­te die­se Grup­pe (46 Pro­zent) be­steht aus Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern. "Stu­dier­te Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler kön­nen ei­nen brei­ten Auf­ga­ben­be­reich in ei­nem jun­gen Un­ter­neh­men ab­de­cken - von Fi­nan­zen bis hin zu Mar­ke­ting und PR", so Bier­bach. Zu­dem sind Wirt­schafts­in­for­ma­ti­ker (16 Pro­zent) so­wie Fach­kräf­te aus dem Be­reich Gra­fik und De­sign (10 Pro­zent) stark ver­tre­ten.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. Juni 2018

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