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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/133

Be­wer­ber mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund ha­ben schlech­te­re Job­chan­cen

Ei­ner Stu­die zu­fol­ge wer­den vie­le Men­schen mit aus­län­di­scher Her­kunft bei der Stel­len­ver­ga­be, trotz glei­cher Qua­li­fi­ka­ti­on, be­nach­tei­ligt
Anonyme Bewerbung, Diskriminierung im Auswahlverfahren

05.06.2018. (dpa/wie) - An­hand von 6.000 fik­ti­ven Be­wer­bun­gen auf rea­le Stel­len­aus­schrei­bun­gen hat Wis­sen­schafts­zen­trum Ber­lin für So­zi­al­for­schung (WZB) fest­ge­stellt, das vie­le Be­wer­ber auf­grund ih­rer eth­ni­schen Her­kunft aus­sor­tiert wer­den.

Zwi­schen 2014 und 2016 ha­ben die For­scher Be­wer­bun­gen mit va­ri­ie­ren­den Her­kunfts­län­dern, phä­no­ty­pi­schem Er­schei­nungs­bild (schwarz, weiß oder asia­tisch) und der fik­ti­ven Jo­bin­ter­es­sen­ten Re­li­gi­ons­zu­ge­hörig­kei­ten (kei­ne Re­li­gi­on, christ­lich, mus­li­misch oder bud­dhis­tisch/hin­du­is­tisch) für acht Aus­bil­dungs­be­ru­fe ver­schickt.

Die Quo­te po­si­ti­ver Ant­wor­ten bei deutsch­stäm­mi­gen Be­wer­bern lag bei 60 Pro­zent, wäh­rend nur 50 Pro­zent der fik­ti­ven Be­wer­ber mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund, trotz glei­cher Qua­li­fi­ka­tio­nen, ei­nen po­si­ti­ven Rück­lauf er­hiel­ten.

Wie aus der Stu­die her­vor­geht, va­ri­ier­te die eth­ni­sche Dis­kri­mi­nie­rung da­bei je nach Her­kunfts­land teils stark. Be­son­ders schlecht stan­den die Chan­cen laut der For­scher für Be­wer­ber mit afri­ka­ni­schen Wur­zeln oder aus mus­li­mi­schen Län­dern. Da­ge­gen konn­ten bei Be­wer­bern aus an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern oder aus Ost­asi­en kaum Un­ter­schie­de fest­ge­stellt wer­den.

In der Aus­wer­tung be­grün­den die Wis­sen­schaft­ler die Er­geb­nis­se mit kul­tu­rel­ler Dis­tanz, die zur Ab­leh­nung füh­re, da Ar­beit­ge­ber ih­re Aus­wah­l­ent­schei­dun­gen eher auf Kul­tur und Wer­te an­statt auf Leis­tungs- und Pro­duk­ti­vi­täts­un­ter­schie­de stütz­ten.


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Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

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