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Bit­kom-Um­fra­ge: 82.000 of­fe­ne Stel­len für IT-Fach­kräf­te

Der Man­gel an IT-Fach­kräf­ten in Deutsch­land hat ei­nen neu­en Höchst­stand er­reicht. Das treibt auch die Ge­halts­for­de­run­gen der Spe­zia­lis­ten in die Hö­he
Techniker basteln am Internet Router, Telekommunikation, Arbeiter, Telekom

13.12.2018. (dpa/fle) - IT-Fach­kräf­te wer­den in Deutsch­land quer durch al­le Bran­chen nach An­ga­ben des Di­gi­tal­ver­bands Bit­kom hän­de­rin­gend ge­sucht.

Die Zahl der of­fe­nen Stel­len sei im Ver­gleich zum Vor­jahr um fast 50 Pro­zent ge­stie­gen und er­rei­che ak­tu­ell hoch­ge­rech­net die Mar­ke von 82.000. Das sei ein neu­er Höchst­stand, teil­te der Bit­kom am Don­ners­tag mit.

Ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge be­kla­gen 82 Pro­zent der be­frag­ten Ge­schäfts­füh­rer und Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen in den Un­ter­neh­men, of­fe­ne Stel­len in der IT nicht be­set­zen zu kön­nen.

Da­bei han­de­le es sich seit rund zehn Jah­ren um ein struk­tu­rel­les Pro­blem, sag­te Bit­kom-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bern­hard Roh­le­der. Die­ser Zu­stand kön­ne sich "schon bald zur be­droh­li­chen Wachs­tums­brem­se" ent­wi­ckeln. Im Schnitt blie­ben of­fe­ne Stel­len fünf Mo­na­te lang un­be­setzt. Neun Pro­zent der Un­ter­neh­men ge­ben so­gar an, da­für sie­ben bis neun Mo­na­te zu be­nö­ti­gen. Da­bei ge­he es heu­te dar­um, IT-Kom­pe­tenz so schnell wie mög­lich in die Un­ter­neh­men zu be­kom­men, sag­te Roh­le­der.

Zu den Ur­sa­chen der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on ge­hö­ren al­ler­dings nicht al­lein feh­len­de Qua­li­fi­ka­tio­nen der po­ten­zi­el­len Be­wer­ber, son­dern laut Bit­kom auch de­ren Ge­halts­for­de­run­gen. So ge­ben 76 Pro­zent der Un­ter­neh­mens­ver­tre­ter an, dass die Be­wer­ber "zu viel Ge­halt" for­der­ten. Wie weit die Sche­re zwi­schen An­ge­bot und Nach­fra­ge aus­ein­an­der klafft, hat­te der Bit­kom in sei­ner Um­fra­ge al­ler­dings nicht er­mit­telt.

IT-Fach­kräf­te hät­ten bes­te Chan­cen auf dem Ar­beits­markt und könn­ten sich ih­ren Job in der Re­gel aus­su­chen, sag­te Roh­le­der. "Das führt da­zu, dass gu­te Kan­di­da­ten für vie­le Un­ter­neh­men kaum zu be­zah­len sind." Die bes­ten Chan­cen ha­ben dem­nach Soft­ware-Ent­wick­ler, ge­folgt von Pro­jekt­ma­na­gern und An­wen­dungs­be­treu­ern.

Die ho­hen Ge­halts­er­war­tun­gen sei­en vor al­lem für vie­le mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men so­wie die öf­fent­li­che Hand ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung, sag­te Roh­le­der. IT-Fach­kräf­te mit gu­ter Aus­bil­dung zie­he es dann vor­aus­sicht­lich eher zu grö­ße­ren Un­ter­neh­men oder zu Nie­der­las­sun­gen ame­ri­ka­ni­scher Kon­zer­ne. Hie­si­ge Ar­beit­ge­ber ver­such­ten ak­tu­ell, ih­re Ar­beits­platz­an­ge­bo­te et­wa durch fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten at­trak­tiv zu ge­stal­ten.

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Letzte Überarbeitung: 5. März 2019

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