HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/225

Bun­des­wei­te Kon­trol­le ge­gen Min­dest­lohn-Ver­stö­ße

Rund 6.000 Mit­ar­bei­ter der Fi­nanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS) sind am Diens­tag un­ter­wegs, um Ver­stö­ße ge­gen den Min­dest­lohn und il­le­ga­le Be­schäf­ti­gung auf­zu­de­cken
Zoll-Kontrolle gegen Mindestlohn-Verstöße und Schwarzarbeit

11.09.2018. (dpa/wie) - In die­ser Wo­che fin­den erst­mals bun­des­weit Kon­trol­len durch Zoll­be­am­te zur Auf­de­ckung von Ver­stö­ßen ge­gen das Min­dest­l­ohn­ge­setz (Mi­LoG) und Schwarz­ar­beit statt.

Ähn­lich wie bei ei­nem "Blit­zer­ma­ra­thon" wur­de die Ak­ti­on im Vor­feld an­ge­kün­digt. Da­mit möch­te man die Öf­fent­lich­keit auf das Pro­blem auf­merk­sam ma­chen und dar­auf, dass viel mehr Geld in­ves­tiert wer­den muss, um es in den Griff zu be­kom­men.

Durch­ge­führt wer­den die Kon­trol­len von rund 6.000 Mit­ar­bei­tern der Zoll-Son­der­ein­heit "Fi­nanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit". Ins­ge­samt um­fasst die­se FKS 6.800 Zoll­be­am­te in 41 Haupt­zoll­äm­tern an 113 Stand­or­ten bun­des­weit. Hier ist ein Zu­wachs von wei­te­ren 1.400 Stel­len bis 2021 ge­plant und ab 2022 sol­len min­des­tens 1.500 wei­te­re ga­ran­tiert wer­den.

Laut dem Vor­sit­zen­den der Deut­schen Zoll- und Fi­nanz­ge­werk­schaft (BDZ) wur­den be­reits im Zu­ge der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns 8.300 Plan­stel­len ver­spro­chen, von de­nen bis­her aber nur be­sag­te 6.800 be­setzt wur­den.

Auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken-Frak­ti­on muss die Bun­des­re­gie­rung ein­räu­men, dass die Zahl der durch die FKS ge­prüf­ten Be­trie­be bis­her sehr nied­rig ist. 2017 wur­den nur 2,4 Pro­zent der Be­trie­be kon­trol­liert. "Die Bun­des­re­gie­rung lässt die be­trof­fe­nen Be­schäf­tig­ten im Re­gen ste­hen, wenn sie nicht end­lich re­agiert", sag­te die stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Su­san­ne Fer­schl.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den 107.903 Ver­fah­ren we­gen Straf­ta­ten ein­ge­lei­tet (2016: 104.494), die Ge­samt­scha­dens­sum­me wird mit 1,024 Mil­li­ar­den Eu­ro be­zif­fert (2016: 876 Mio), er­läu­tert das für den Zoll zu­stän­di­ge Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um. We­gen Nicht­ge­wäh­rung von Min­dest­löh­nen wur­den im Vor­jahr ins­ge­samt 4.759 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten ein­ge­lei­tet, da­von 2.521 we­gen Ver­stö­ßen ge­gen den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. November 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de