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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/058

Deut­sche leis­ten 61 Mrd. Ar­beits­stun­den

Im Jahr 2018 leis­te­ten die Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land 61 Mil­li­ar­den Ar­beits­stun­den und stei­gern sich so zum Vor­jahr
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05.03.2019. (dpa/fle) - Die Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr so viel ge­ar­bei­tet wie seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung nicht mehr.

Das Ar­beits­vo­lu­men der Er­werbs­tä­ti­gen sei im Ver­gleich zu 2017 um 1,4 Pro­zent auf 61,1 Mil­li­ar­den St­un­den ge­stie­gen, teil­te das In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) am Diens­tag mit.

1991 hat das IAB be­gon­nen, die bun­des­wei­te Ar­beits­zeit auf­zu­zeich­nen. Erst­mals seit Be­ginn der Zeit­rei­he sei nun die Schwel­le von 61 Mil­li­ar­den St­un­den über­schrit­ten wor­den.

Auch die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen er­reich­te mit 44,8 Mil­lio­nen im ver­gan­ge­nen Jahr ei­nen neu­en Höchst­stand. Sie nahm um 1,3 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr zu. "Die Ar­beit geht uns wahr­lich nicht aus, auch wenn das oft be­haup­tet wird", sag­te der Lei­ter des IAB-For­schungs­be­reichs Pro­gno­sen und ge­samt­wirt­schaft­li­che Ana­ly­sen, En­zo We­ber.

Durch­schnitt­lich ar­bei­te­te je­der Er­werbs­tä­ti­ge im ver­gan­ge­nen Jahr 1.363 St­un­den. Das ist ein Plus von 0,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr. Selbst­stän­di­ge und mit­hel­fen­de Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge wa­ren durch­schnitt­lich 1.915 St­un­den er­werbs­tä­tig, be­schäf­tig­te Ar­beit­neh­mer 1.287 St­un­den. Voll­zeit­be­schäf­tig­te ar­bei­te­ten im Durch­schnitt 1.647 St­un­den, Teil­zeit­be­schäf­tig­te 728 St­un­den.

Die durch­schnitt­li­che ver­ein­bar­te Wo­chen­ar­beits­zeit der Voll­zeit­be­schäf­tig­ten be­trug den An­ga­ben zu­fol­ge 38, die der Teil­zeit­be­schäf­tig­ten 16,7 St­un­den. Leicht rück­läu­fig war im ver­gan­ge­nen Jahr laut dem IAB die Zahl der in Kurz­ar­beit be­schäf­tig­ten Men­schen. De­ren Zahl sank um 4.000 auf 109.000 Men­schen.

Durch­schnitt­lich leis­te­te je­der Ar­beit­neh­mer 2018 26,5 be­zahl­te Über­stun­den - 0,2 St­un­den we­ni­ger als im Vor­jahr. Eben­falls 26,5 St­un­den ar­bei­te­te je­der Be­schäf­tig­te im Schnitt un­be­zahlt mehr - so viel wie be­reits 2017. Auf sei­nem Ar­beits­kon­to bau­te je­der Ar­beit­neh­mer durch­schnitt­lich ein Gut­ha­ben von zwei St­un­den auf.

Das Mehr an Ar­beits­stun­den sei zum ei­nen we­gen des Trends zu mehr Voll­zeit und we­ni­ger Mi­ni­jobs ent­stan­den, zum an­de­ren we­gen der Plus­stun­den auf den Ar­beits­zeit­kon­ten, er­klär­te Ar­beits­öko­nom We­ber. Gleich­ge­blie­ben sind laut der IAB-Stu­die da­ge­gen die durch­schnitt­li­chen Krank­heits­ta­ge der Deut­schen. Im ver­gan­ge­nen Jahr fehl­ten sie an 10,6 Ta­gen we­gen Krank­heit am Ar­beits­platz - ge­nau­so lan­ge wie 2017.

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Letzte Überarbeitung: 27. November 2019

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