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Deut­sche Post mit star­kem Wachs­tum

Be­stel­lun­gen be­sche­ren nicht nur On­line-Händ­lern gu­te Ge­schäf­te, son­dern auch Pa­ket­dienst­leis­tern. Die DHL legt Zah­len vor
Pakete, Logistik, Versand, Online-Shop

12.11.2019. (dpa/fle) - Der boo­men­de On­line-Han­del kur­belt die Pa­ket­ge­schäf­te der Deut­schen Post DHL wei­ter an.

Im drit­ten Quar­tal ver­schick­te der Bran­chen­rie­se im In­land 368 Mil­lio­nen Sen­dun­gen und da­mit 6,1 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­zeit­raum, wie das Bon­ner Un­ter­neh­men am Diens­tag mit­teil­te.

Da die Fir­ma Pa­ket­prei­se er­höht hat­te und trotz­dem kei­ne Kun­den in nen­nens­wer­ter Zahl ab­spran­gen, zog der Um­satz in die­sem Seg­ment noch stär­ker an - um knapp 10 Pro­zent auf 1,4 Mil­li­ar­den EUR. Auch an­de­re Ge­schäf­te ent­wi­ckel­ten sich nach Dar­stel­lung von Fi­nanz­che­fin Me­la­nie Kreis po­si­tiv. "Wir hat­ten ein sehr gu­tes drit­tes Quar­tal."

Den wich­tigs­ten Teil sei­nes Jah­res hat der Pa­ket­dienst aber noch vor sich: das Weih­nachts­ge­schäft, das für die Bran­che schon An­fang No­vem­ber an­fing und kurz vor Hei­lig­abend sei­nen Hö­he­punkt hat. Man sei gut vor­be­rei­tet, be­ton­te Kreis. 10.000 zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter im De­zem­ber und 12.000 Ex­tra-Fahr­zeu­ge sol­len da­bei hel­fen, die Pa­ket­ber­ge in den Griff zu be­kom­men. Pro Tag wer­den bis zu 11 Mil­lio­nen Zu­stel­lun­gen er­war­tet. Zum Ver­gleich: Im Jah­res­durch­schnitt sind es pro Ar­beits­tag fünf Mil­lio­nen.

Der Brief- und Pa­ket­ver­sand in Deutsch­land macht in dem glo­bal auf­ge­stell­ten Kon­zern et­wa ein Vier­tel des Ge­samt­ge­schäfts aus (3,7 Mil­li­ar­den EUR). In et­wa ein wei­te­res Vier­tel ent­fällt auf den Ex­press­ver­sand, den vor al­lem Fir­men nut­zen und der seit lan­gem ein star­ker Ge­winn­brin­ger ist. Die­se Spar­te leg­te zu­letzt zwar wei­ter zu. Die Aus­sich­ten sind aber nicht all­zu ro­sig, da sich bei Ge­schäfts­kun­den die "kon­junk­tu­rel­le Ver­un­si­che­rung" be­merk­bar ma­che, sag­te Kreis. In den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren kam das Vo­lu­men­wachs­tum bei Ex­press auf sie­ben und zehn Pro­zent, in den ers­ten neun Mo­na­ten 2019 sind es hin­ge­gen nur noch 5,8 Pro­zent.

In ei­nem an­de­ren Be­reich lie­ßen sich Aus­wir­kun­gen von Han­dels­kon­flik­ten und Wirt­schafts­schwä­chen noch deut­li­cher er­ken­nen: Das Luft­fracht-Vo­lu­men sank deut­lich.

Ins­ge­samt wa­ren die Zah­len aber sehr po­si­tiv, was sich auch an der Bör­sen­re­ak­ti­on er­ken­nen ließ: An­teils­schei­ne des ehe­ma­li­gen deut­schen Staats­un­ter­neh­mens mach­ten am Diens­tag ei­nen Satz nach oben. Die An­le­ger dürf­te auch die Pro­fi­ta­bi­li­tät über­zeugt ha­ben: Die Bon­ner konn­ten ih­ren Kon­zern­ge­winn auf 561 Mil­lio­nen EUR fast ver­vier­fa­chen. Al­ler­dings hinkt hier­bei der Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum, denn 2018 wirt­schaf­te­te die Fir­ma we­gen Pro­ble­men in der hei­mi­schen Brief- und Pa­ket­spar­te schlech­ter, Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten von rund 400 Mil­lio­nen EUR be­las­te­ten die Kas­se. In­zwi­schen sind die Pro­ble­me aber weit­ge­hend be­ho­ben.

Po­si­tiv zu Bu­che schlug zu­dem ei­ne Brief­por­to-Er­hö­hung zum 1. Ju­li, wo­durch die Post grob ge­sagt pro Jahr 300 Mil­lio­nen Eu­ro mehr ein­nimmt als zu­vor. Vor­stands­mit­glied Kreis ver­wies da­bei auf kon­ti­nu­ier­lich sin­ken­de Brief­men­gen um zwei bis drei Pro­zent pro Jahr bei zu­gleich hö­he­ren Kos­ten, et­wa für Lohn­stei­ge­run­gen. "Ich se­he das Por­to eher als et­was an, was uns hilft, die­sen Fix­kos­ten­an­stieg ver­nünf­tig ab­zu­fe­dern."

Wei­ter­hin nicht pro­fi­ta­bel ist für die Post die Pro­duk­ti­on ih­res Elek­tro­trans­por­ters Streets­coo­ter. "Aber das be­un­ru­higt uns nicht", führ­te Kreis aus. Es ist be­reits län­ger klar, dass die Post das Ge­schäft in der der­zei­ti­gen Form nicht wei­ter­füh­ren will und auch ein Ver­kauf ei­ne Mög­lich­keit ist. "Wir wol­len nicht un­be­dingt ver­kau­fen, wir brau­chen aber ein Set-up für ei­ne gu­te Ent­wick­lung", so Kreis.

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Letzte Überarbeitung: 12. November 2019

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