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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/219

Die meis­ten Jobs wer­den über Be­zie­hun­gen be­setzt

Ei­ner Un­ter­su­chung des IAB zu­fol­ge wird der Groß­teil der Ar­beits­plät­ze nicht über Por­ta­le oder die Ar­beits­agen­tu­ren ver­mit­telt, son­dern durch per­sön­li­che Kon­tak­te.
Bewerbung, Bewerbungsgespräch, Bewerbungsunterlagen

22.08.2017. (dpa/wie) - Im Jahr 2016 gab es 3,65 Mil­lio­nen so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Neu­ein­stel­lun­gen in Deutsch­land. Das geht aus ei­ner ak­tu­el­len Stel­len­er­he­bung des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor.

Die IAB-Stu­die hat au­ßer­dem er­mit­telt, wie die­se Jobs ver­mit­telt wur­den. In­ter­es­san­ter­wei­se wur­den die meis­ten Stel­len nicht über Aus­schrei­bun­gen im In­ter­net be­setzt, wie es in der zu­neh­mend di­gi­ta­li­sier­ten Ar­beits­welt zu er­war­ten wä­re. Statt­des­sen zäh­len bei der Ar­beits­su­che of­fen­sicht­lich per­sön­li­che Be­kannt­schaf­ten am meis­ten.

Wie das IAB be­kannt­gab, wa­ren 32 Pro­zent der Neu­ein­stel­lun­gen auf per­sön­li­che Kon­tak­te zu­rück­zu­füh­ren. Da­mit hat je­der Drit­te Ar­beits­su­chen­de sei­nen neu­en Job durch die in die­sem Zu­sam­men­hang oft als "Vit­amin B" be­zeich­ne­ten Be­zie­hun­gen ge­fun­den.

In Klein­be­trie­ben mit we­ni­ger als 50 Ar­beit­neh­mern lag die Quo­te so­gar bei 47 Pro­zent. Das ist be­son­ders viel, wenn man be­denkt, dass fast die Hälf­te al­ler Neu­ein­stel­lun­gen auf die­se Be­triebs­grö­ße ent­fal­len sind.

An zwei­ter Stel­le die­ses Ran­kings lie­gen die In­ter­net-Job­bör­sen, dar­un­ter auch je­ne der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA). Je­der fünf­te Job­su­chen­de (21 Pro­zent) kam auf die­sem We­ge zu ei­ner neu­en Ar­beits­stel­le. Aus­schrei­bun­gen auf den be­triebs­ei­ge­nen Web­sei­ten mach­ten elf Pro­zent der Neu­an­stel­lun­gen aus. Bei Groß­be­trie­ben mit ei­ner star­ken und be­kann­ten In­ter­net­prä­senz fan­den so­gar et­wa 20 Pro­zent den Weg über die Home­page zur Ar­beit.

Auf Print­me­di­en wie Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten griff je­der zehn­te er­folg­reich Ver­mit­tel­te zu­rück. Au­ßer­halb des In­ter­nets konn­te die Ar­beits­agen­tur fünf Pro­zent der neu­en An­stel­lun­gen für sich ver­bu­chen.

Grund­sätz­lich ha­ben laut IAB vor al­lem die Klein­be­trie­be oft­mals Schwie­rig­kei­ten bei der Be­set­zung of­fe­ner Stel­len. Das lie­ge häu­fig an den ge­rin­ge­ren Ein­stiegs­ge­häl­tern und schlech­te­ren Ar­beits­be­din­gun­gen im Ver­gleich zu mitt­le­ren und gro­ßen Un­ter­neh­men. Klei­ne­re Fir­men wür­den al­ler­dings öf­ter un­be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge an neue Mit­ar­bei­ter ver­ge­ben.


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Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

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