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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/107

Fast 18 Pro­zent der Voll­zeit­be­schäf­tig­ten ver­die­nen we­ni­ger als 2.000 Eu­ro

Trotz ei­nes Voll­zeit­jobs ver­die­nen vie­le Men­schen in Deutsch­land nicht mehr als 2.000 Eu­ro brut­to im Mo­nat - be­son­ders im Os­ten gibt es vie­le Ge­ring­ver­die­ner
Mindestlohn Geldmünzen 8,84 Euro

30.04.2018. (dpa/wie) - Laut ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken im Bun­des­tag ver­die­nen rund 3,7 Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land trotz ei­ner Voll­zeit­an­stel­lung we­ni­ger als 2.000 Eu­ro brut­to im Mo­nat.

Ba­sie­rend auf Da­ten von En­de 2016 wa­ren dies 17,7 Pro­zent al­ler so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Voll­zeit­be­schäf­tig­ten in Deutsch­land. "Viel zu vie­le Be­schäf­tig­te wer­den mit Nied­rig­löh­nen ab­ge­speist", kri­ti­sier­te die Lin­ke-So­zi­al­ex­per­tin Sa­bi­ne Zim­mer­mann. Vie­ler­orts wür­de man auf­grund der In­fla­ti­on und der ho­hen Mie­ten mit ei­nem sol­chen Ge­halt nicht weit kom­men.

Be­son­ders auf­fäl­lig ist das Ost-West-Ge­fäl­le bei der re­gio­na­len Auf­tei­lung der Ge­ring­ver­die­ner. Wäh­rend der An­teil Voll­zeit­be­schäf­tig­ter mit ei­nem Mo­nats­ein­kom­men von we­ni­ger als 2.000 Eu­ro in West­deutsch­land bei 14,7 Pro­zent lag, war es in den neu­en Bun­des­län­dern fast ein Drit­tel (31,2 Pro­zent).

"Es ist ein Skan­dal, dass ins­be­son­de­re der Os­ten wei­ter­hin so deut­lich ab­ge­hängt ist", kom­men­tier­te Zim­mer­mann, die An­fra­ge zum Tag der Ar­beit am 1. Mai ge­stellt hat­te. Des­halb müs­se sich die Bun­des­re­gie­rung für ei­ne An­glei­chung der Löh­ne ein­set­zen. Da­zu for­dert Zim­mer­mann ei­ne Er­hö­hung des ge­setz­li­chen Min­dest­lohns auf 12 Eu­ro.

Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil wies je­doch am Frei­tag auf die un­ab­hän­gi­ge Min­dest­lohn­kom­mis­si­on hin, die in die­sem Som­mer ih­ren An­pas­sungs­vor­schlag prä­sen­tie­ren wird.

Links­frak­ti­ons­chef Diet­mar Bartsch wur­de in sei­ner Kri­tik noch deut­li­cher und sprach von "Aus­beu­tung". "Ost­deutsch­land droht, zum Ar­men­haus zu wer­den", so Bartsch.


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Letzte Überarbeitung: 12. Juli 2018

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