HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/105

Ho­he Ab­ga­ben­last für deut­sche Ar­beit­neh­mer

Laut ei­ner OECD-Er­he­bung lie­gen die Steu­er- und So­zi­al­ver­si­che­rungs­ab­ga­ben in Deutsch­land weit über dem Durch­schnitt der gro­ßen In­dus­trie­län­der
EDV-erzeugte Lohnabrechnung, Ausschnitt

26.04.2018. (dpa/wie) - Kin­der­lo­se al­lein­ste­hen­de Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land füh­ren im Schnitt knapp die Hälf­te (49,7 Pro­zent) ih­res mo­nat­li­chen Ge­halts an den Staat ab. Das geht aus ei­ner Er­he­bung der Or­ga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) hin­sicht­lich Steu­ern und So­zi­al­ab­ga­ben auf Ar­beits­ein­kom­men her­vor.

Dem­nach ist die Ab­ga­ben­last (ein­schließ­lich des Ar­beit­ge­ber­an­teils an den So­zi­al­ab­ga­ben) von al­lein­ste­hen­den Durch­schnitts­ver­die­nern in der Bun­des­re­pu­blik in 2017 um 0,3 Pro­zent­punk­te ge­gen­über dem Vor­jahr ge­stie­gen. Nur in Bel­gi­en muss­te die­se Per­so­nen­grup­pe mit 53,7 Pro­zent noch mehr ih­res Ein­kom­mens ab­ge­ben.

In den USA muss­ten Al­lein­ste­hen­de nur auf durch­schnitt­lich 31,7 Pro­zent ih­res Ge­halts ver­zich­ten und in Chi­le wa­ren es so­gar nur sie­ben Pro­zent. Der OECD-Durch­schnitt lag bei 35,9 Pro­zent und ist im Ge­gen­satz zu 2016 leicht zu­rück­ge­gan­gen.

Bes­ser sah es für deut­sche Ehe­paa­re mit ei­nem Al­lein­ver­die­ner und zwei Kin­dern aus. Hier la­gen die Steu­er- und So­zi­al­ab­ga­ben bei 34,5 Pro­zent, was Platz neun im Ran­king be­deu­tet. Am stärks­ten be­las­tet wa­ren Ehe­paa­re mit Kin­dern in Frank­reich (39,4 Pro­zent) und Grie­chen­land (39 Pro­zent). Am bes­ten ka­men hier Paa­re in Neu­see­land mit nur 6,4 Pro­zent Ab­ga­ben da­von.

Nach An­ga­ben der OECD sind die Fa­mi­li­en­zu­schüs­se in vie­len Län­dern im ver­gan­ge­nen Jahr ge­stie­gen, wo­von be­son­ders Al­lein­er­zie­hen­de Ge­ring­ver­die­ner pro­fi­tier­ten. Sie er­hiel­ten häu­fig mehr Zah­lun­gen als an Steu­ern und So­zi­al­ab­ga­ben ab­ge­führt wur­den.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 26. April 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de