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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/039

Ho­he Be­tei­li­gung bei Streiks der Stahl­wer­ker

Sechs Pro­zent mehr Lohn und ei­ne fle­xi­ble Ur­laubs­ver­gü­tung: Stahl­wer­ker set­zen Ar­beit­ge­ber mit Streiks un­ter Druck
Stahlkocher, Stahlindustrie

12.02.2019. (dpa/fle) - Die Stahl­wer­ker er­hö­hen im Ta­rif­kon­flikt der ost­deut­schen Stahl­in­dus­trie den Druck auf die Ar­beit­ge­ber.

Am Diens­tag­mor­gen leg­te nach An­ga­ben der IG Me­tall die kom­plet­te Früh­schicht von Ar­celor­Mit­tal in Ei­sen­hüt­ten­stadt vor­über­ge­hend die Ar­beit nie­der. 750 Ar­bei­ter tra­ten in den Aus­stand. Das Werk be­schäf­tigt ins­ge­samt 2.700 Ar­bei­ter in fünf Schich­ten.

Nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben leg­ten auch rund 120 Be­schäf­tig­te der Früh­schicht im Man­nes­mann Röh­ren-Werk in Zeit­hain (Land­kreis Mei­ßen) die Ar­beit nie­der.

Die Ar­bei­ter in den Früh­schich­ten hät­ten sich kom­plett an dem Ar­beits­kampf be­tei­ligt, teil­te die IG Me­tall Ber­lin-Bran­den­burg mit. "Die ent­schlos­se­nen Be­leg­schaf­ten vor den To­ren sind ein kla­res Si­gnal an die Ar­beit­ge­ber: Be­wegt Euch!", sag­te IG-Me­tall-Spre­cher Oli­ver Hö­bel. Die Ge­werk­schaft kün­dig­te für die­se Wo­che ei­nen wei­te­ren Warn­streik an.

Die IG Me­tall for­dert für die 8.000 Be­schäf­tig­ten in der ost­deut­schen Stahl­in­dus­trie un­ter an­de­rem sechs Pro­zent mehr Geld und 1.800 EUR Ur­laubs­ver­gü­tung, die in freie Zeit um­ge­wan­delt wer­den kann. Die ers­te Ta­rif­ver­hand­lung in der ost­deut­schen Stahl­in­dus­trie en­de­te am 28. Ja­nu­ar in Ber­lin oh­ne ein An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber.

Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Ar­beit­ge­ber­ver­bands Stahl, Bern­hard Strip­pel­mann, nann­te das For­de­rungs­pa­ket der Ge­werk­schaft "äu­ßerst am­bi­tio­niert". Er füg­te hin­zu: "Bei der For­de­rung nach sechs Pro­zent mehr Geld soll­te ein Kom­pro­miss ge­lin­gen." Bauch­schmer­zen hat Strip­pel­mann mit der For­de­rung der Ge­werk­schaft nach Ein­füh­rung ei­nes Ur­laubs­gelds von 1.800 EUR, das in freie Ta­ge um­ge­wan­delt wer­den kann.

Auch für die Aus­zu­bil­den­den for­dert die Ge­werk­schaft ei­ne hö­he­re Ver­gü­tung als ein kla­res Si­gnal an jun­ge Men­schen. IG-Me­tall-Spre­cher Oli­ver Hö­bel sag­te da­zu: "Die Ar­beit­ge­ber müs­sen da ei­ne zu­sätz­li­che Schip­pe drauf­le­gen, da­mit die Aus­bil­dung in der Stahl­in­dus­trie at­trak­tiv bleibt."

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band fin­det die For­de­rung nach ei­ner über­pro­por­tio­na­len Er­hö­hung der Aus­bil­dungs­ver­gü­tung über­zo­gen. Die Stahl­in­dus­trie ha­be jetzt schon mit die höchs­ten Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen, sag­te Strip­pel­mann. "Wir se­hen das Nach­wuchs­pro­blem, aber das kann nicht nur durch Geld ge­löst wer­den."

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Letzte Überarbeitung: 25. Mai 2019

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