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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/225

Im­mer mehr Deut­sche job­ben ne­ben dem Haupt­be­ruf

Laut der Bun­des­agen­tur für Ar­beit ge­hen die Er­werbs­tä­ti­gen im­mer häu­fi­ger ne­ben ih­rem Voll­zeit­job noch ei­ner ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gung nach.
Verkäufer im Café, Bar, Gastronomie

30.08.2017. (dpa/wie) - Aus der Be­schäf­ti­gungs­sta­tis­tik der Bun­des­agen­tur für Ar­beit geht her­vor, dass im De­zem­ber 2016 et­wa 2,7 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land ne­ben dem Haupt­be­ruf ei­ne ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung als Ne­ben­job aus­führ­ten.

Das be­deu­tet laut dem For­scher En­zo We­ber vom In­sti­tut für Ar­beits­markt und Be­rufs­for­schung (IAB) ei­nen star­ken Zu­wachs an Ne­ben­job­bern in den letz­ten Jah­ren. "Seit den Hartz-Re­for­men hat sich die Zahl mehr als ver­dop­pelt", so We­ber. Im Jahr 2003 sei­en es nur 1,2 Mil­lio­nen ge­we­sen.

Bis zum 30. Ju­ni 2015 üb­ten bun­des­weit ca. 2,5 Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mer ne­ben ih­rer so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Stel­le ei­nen Ne­ben­job aus (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 16/217 Im­mer mehr Be­schäf­tig­te ha­ben ei­nen Zweit­job).

Die Be­weg­grün­de sei­en ei­ner­seits fi­nan­zi­el­ler Na­tur, da sich ins­be­son­de­re Men­schen mit un­ter­durch­schnitt­li­cher Be­zah­lung im Voll­zeit­job ei­ne zu­sätz­li­che Ver­dienst­mög­lich­keit su­chen. Auf der an­de­ren Sei­te sei­en die ge­rin­gen Ab­ga­ben für vie­le ver­lo­ckend, sich noch et­was da­zu­zu­ver­die­nen.

Durch die Hartz-Re­for­men aus dem Jahr 2003 wer­den Mi­ni­jobs bis zu 450 Eu­ro mo­nat­lich be­güns­tigt. Die meis­ten wür­den sich laut We­ber auch von der Ren­ten­ver­si­che­rung be­frei­en las­sen, was sich bei der Ren­te dann al­ler­dings rä­chen kön­ne.

Die meis­ten Ne­ben­job­ber kom­men laut der Stu­die haupt­be­ruf­lich aus dem ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be. Vie­le blie­ben bei ih­ren Mi­ni­jobs in der sel­ben Bran­che, in der sie auch in Voll­zeit ar­bei­ten. Am häu­figs­ten führ­ten die ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gun­gen in den Ein­zel­han­del und in das Gast­ge­wer­be. Auch an­de­re wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen und das Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen wür­den oft­mals Ne­ben­ver­dienst­mög­lich­kei­ten an­bie­ten.


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Letzte Überarbeitung: 1. November 2017

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