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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/213

In­fla­ti­on ega­li­siert Ta­rif­lohn­an­stieg

Im zwei­ten Quar­tal die­ses Jah­res ist die In­fla­ti­on ge­nau­so stark ge­stie­gen wie die Löh­ne nach Ta­rif­ver­trag
Tariflohn, Lohn und Gehalt, Tarifvertrag, Tarifverhandlungen

29.08.2018. (dpa/wie) - Die Kauf­kraft je­ner Ar­beit­neh­mer, die nach Ta­rif­ver­trag be­zahlt wer­den, ist laut dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt im zwei­ten Quar­tal 2018 im Durch­schnitt nicht ge­stie­gen.

Zwar stie­gen die Löh­ne in ta­rif­ge­bun­de­nen Un­ter­neh­men im Schnitt um 2,0 Pro­zent. Um den glei­chen Wert ist aber auch die In­fla­ti­on ge­stie­gen, so die Sta­tis­ti­ker. Dem­ent­spre­chend hat­ten die Be­schäf­tig­ten zwi­schen April und Ju­ni trotz stei­gen­der Ver­gü­tung un­term Strich nicht mehr Geld im Porte­mon­naie.

Dass die Re­al­löh­ne, al­so die Dif­fe­renz zwi­schen Loh­zu­wachs und Ver­teue­rungs­ra­te, nicht stei­gen, ist auf mitt­le­re Sicht je­doch eher die Aus­nah­me, wie das Bun­des­amt er­klär­te. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren stieg die Kauf­kraft der deut­schen Ar­beit­neh­mer ste­tig an (wir be­rich­te­ten u.a. in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/035 Kauf­kraft ist 2017 we­ni­ger stark ge­stie­gen). "Vor al­lem seit 2013 se­hen wir kräf­ti­ge rea­le Zu­wäch­se", schreibt die Be­hör­de.

Vor al­lem stei­gen­de Kos­ten für Heiz­öl, Sprit und Nah­rungs­mit­tel hät­ten die In­fla­ti­on in den letz­ten Mo­na­ten in die Hö­he ge­trie­ben. Aber auch das Kon­sum­kli­ma un­ter den Ver­brau­chern ver­schlech­te­re sich, wie das Nürn­ber­ger GfK-In­sti­tut mit­teilt. "Die Men­schen se­hen, dass sie für ihr Geld­ver­mö­gen kaum Zin­sen er­hal­ten, aber auf der an­de­ren Sei­te mit ei­ner Geld­ent­wer­tung von zwei Pro­zent rech­nen müs­sen", er­klär­te Kon­sum­for­scher Rolf Bürkl.

In ei­ni­gen Bran­chen konn­te al­ler­dings trotz ho­her Ver­brau­cher­prei­se ein or­dent­li­cher Ver­dienst­an­stieg ver­zeich­net wer­den. So sind die Ta­rif­löh­ne im Bau­ge­wer­be et­wa um 5,1 Pro­zent ge­stie­gen, in der In­dus­trie um 3,7 Pro­zent und im Han­del so­wie im Gast­ge­wer­be um je­weils 3,3 Pro­zent. Ta­rif­be­schäf­tig­te bei Ban­ken und Ver­si­che­run­gen (0,8 Pro­zent) und im Be­reich Kunst, Un­ter­hal­tung und Er­ho­lung (0,6) muss­ten so­gar recht deut­li­che Ein­bu­ßen beim Re­al­lohn hin­neh­men.


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Letzte Überarbeitung: 29. August 2018

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