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ARBEITSRECHT AKTUELL

17/230a Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kol­le­gen - Di­gi­tal oder ana­log?

Ei­ner ak­tu­el­len Stu­die zu­fol­ge be­vor­zu­gen die Deut­schen im Bü­ro eher die per­sön­li­che Un­ter­hal­tung an­statt di­gi­ta­le Nach­rich­ten zu ver­fas­sen.
Gute Beziehung zwischen Angestellten und Vorgesetzen, Chef

05.09.2017. (dpa/wie) - An­ge­nom­men, Sie möch­ten sich mit ei­nem Kol­le­gen aus­tau­schen, der in ei­nem an­de­ren Raum oder auf ei­ner an­de­ren Eta­ge sitzt, wie kon­tak­tie­ren Sie ihn in der Re­gel?

Die­se und wei­te­re Fra­gen hat die Un­ter­neh­mens­be­ra­tung EY 800 Fach- und Füh­rungs­kräf­ten in deut­schen Un­ter­neh­men ge­stellt. Die Mehr­heit die­ser Grup­pe wür­de ih­re Kol­le­gen an­ru­fen (40 Pro­zent) oder per­sön­lich vor­bei­ge­hen (42 Pro­zent). Le­dig­lich 16 Pro­zent der Be­frag­ten wür­den auf das Schrei­ben ei­ner E-Mail zu­rück­grei­fen.

Kern der EY-Stu­die "Re­nais­sance des Ana­lo­gen" war die Ein­schät­zung der deut­schen Füh­rungs­kräf­te hin­sicht­lich des di­gi­ta­len Wan­dels in der Ar­beits­welt ins­be­son­de­re be­zo­gen auf die un­ter­schied­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men.

Für rund die Hälf­te der Be­frag­ten be­deu­tet die Ent­wick­lung eher Stress als ei­ne Be­rei­che­rung, da die stän­di­ge Er­reich­bar­keit durch di­gi­ta­le Me­di­en vom in­ten­si­ven Den­ken ab­hal­te. "In ent­schei­den­den Punk­ten ist die di­gi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on zum Ef­fek­ti­vi­täts- und Ef­fi­zi­enz­fres­ser ge­wor­den und wird von Fach- und Füh­rungs­kräf­ten auch als sol­cher emp­fun­den", er­klär­te Nel­son Taap­ken, Part­ner und HR-Ex­per­te bei EY.

Die Stu­die er­gab, dass sich be­son­ders die jün­ge­re Ge­ne­ra­ti­on un­ter 30 Jah­re be­son­ders häu­fig ab­len­ken lässt, da je­der Zwei­te von ih­nen mehr­mals pro St­un­de sei­ne E-Mails ab­ruft. Auch über al­le Al­ters­grup­pen hin­weg tun dies laut der Be­fra­gung über 40 Pro­zent. "Bei die­sem Rhyth­mus ist es in der Tat nicht mög­lich, tief in ein The­ma ein­zu­tau­chen", so Taap­ken.

Ne­ben den per­sön­li­chen Ge­sprä­chen mit den Kol­le­gen im Flur oder im Groß­raum­bü­ro hal­ten die Be­frag­ten phy­si­sche Mee­tings zur ge­mein­sa­men Ide­en­fin­dung für das wich­tigs­te For­mat, um in­no­va­tiv ar­bei­ten zu kön­nen.

Bei der Fra­ge, ob die Stu­di­en­teil­neh­mer ei­ne Ge­halts­er­hö­hung per E-Mail for­dern wür­den, gab es si­gni­fi­kan­te Un­ter­schie­de zwi­schen den Al­ters­grup­pen. So konn­ten sich 32 Pro­zent der Un­ter-30-jäh­ri­gen vor­stel­len, ih­re Ge­halts­for­de­run­gen per E-Mail an den Chef zu über­mit­teln. Bei den Be­frag­ten ab 40 Jah­ren war es nur noch je­der Zehn­te.

An­ge­sichts der Er­geb­nis­se for­dert Taap­ken: "Un­ter­neh­men soll­ten sich wie­der stär­ker um die er­folg­rei­che ana­lo­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on küm­mern, statt per­ma­nent neue di­gi­ta­le Tools ein­zu­füh­ren."


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Letzte Überarbeitung: 9. September 2017

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