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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/209

Dau­er­auf­schwung sorgt für Über­schuss in der Staats­kas­se

Der Re­kord­über­schuss von 48 Mil­li­ar­den Eu­ro im ers­ten Halb­jahr 2018 sorgt un­ter Po­li­ti­kern und In­ter­es­sen­ver­tre­tern für Dis­kus­sio­nen, wie er am bes­ten ge­nutzt wer­den soll
Bundestag Berlin, Reichstag, Bundestagsabgeordnete, Diäten

24.08.2018. (dpa/wie) - Die Wirt­schaft in Deutsch­land be­fin­det sich in ei­nem Dau­er­zu­stand des Auf­schwungs. Das macht sich nicht nur auf dem Ar­beits­markt in Form von nied­ri­gen Ar­beits­lo­sen­zah­len und gro­ßer Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten be­merk­bar, son­dern auch im staat­li­chen Haus­halt.

In den ers­ten sechs Mo­na­ten des Jah­res 2018 ha­ben Bund, Län­dern, Ge­mein­den und So­zi­al­kas­sen ins­ge­samt deut­lich mehr Geld ein­ge­nom­men als aus­ge­ge­ben. Das er­gibt ei­nen Über­schuss in der Staats­kas­se von 48,1 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Nun stellt sich die Fra­ge, wo­hin mit all dem Reich­tum. Der Deut­sche In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag for­dert steu­er­li­che Ent­las­tun­gen für Un­ter­neh­men und ei­nen schnel­le­ren Ab­bau des So­li­da­ri­täts­zu­schlags. Auch Bay­erns Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Sö­der will sich frü­her als der Ko­ali­ti­ons­ver­trag vor­sieht (2021) vom So­li tren­nen. "Der Staat soll­te den Steu­er­zah­lern et­was zu­rück­ge­ben. Das darf man nicht aus ideo­lo­gi­schen Grün­den blo­ckie­ren", sag­te der CSU-Po­li­ti­ker dem "Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land".

Für den Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) steht wei­ter­hin die "schwar­ze Null", al­so ein Bun­des­haus­halt oh­ne wei­te­re Schul­den, im Fo­kus. Sein Mi­nis­te­ri­um wies dar­auf hin, dass die zwei­te Hälf­te des Jah­res in der Re­gel schlech­te­re Zah­len her­vor­brin­ge und zu­sätz­li­che Aus­ga­ben für Ren­ten­er­hö­hun­gen an­fal­len wür­den.

Den zu­rück­hal­ten­den Kurs un­ter­stütz­ten auch Öko­no­men im Hin­blick auf in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lun­gen, wie et­wa der Han­dels­streit mit der USA. "Das deut­sche Wachs­tum bleibt so­li­de, aber die glo­ba­len Ri­si­ken sind be­acht­lich", ar­gu­men­tiert KfW-Chef­volks­wirt Jörg Zeu­ner.

Zu­dem sei­en auch die nied­ri­gen Zin­sen und die da­mit ein­her­ge­hen­de In­ves­ti­ti­ons­freu­de nur tem­po­rär, mahnt das Deut­sche In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung (DIW). "Lang­fris­tig sind die Spiel­räu­me für neue Aus­ga­ben be­grenzt, und die Prio­ri­tät soll­ten hier Maß­nah­men ha­ben, die die deut­sche Wirt­schaft nach­hal­tig leis­tungs­fä­hi­ger ma­chen."


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Letzte Überarbeitung: 24. August 2018

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