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Kran­ken­kas­sen er­zie­len Über­schuss von zwei Mil­li­ar­den EUR

Die Kran­ken­kas­sen pro­fi­tie­ren von der gu­ten Wirt­schafts­la­ge und schlie­ßen zum drit­ten Jahr in Fol­ge mit ei­nem Fi­nanz­plus ab
Chipkarten von Krankenversicherungen

07.03.2019. (dpa/fle) - Die ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen (GKV) ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr et­was we­ni­ger Über­schuss ge­macht, aber wei­ter gro­ße Fi­nanz­pols­ter.

Un­ter dem Strich stand ein Plus von zwei Mil­li­ar­den EUR, wie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag mit­teil­te. Im Jahr 2017 wa­ren es drei Mil­li­ar­den EUR ge­we­sen.

Die Rück­la­gen der Kas­sen be­tru­gen En­de De­zem­ber rund 21 Mil­li­ar­den EUR, dies ent­sprach mehr als dem Vier­fa­chen der ge­setz­lich vor­ge­se­he­nen Min­dest­re­ser­ve. Auch in die­sem Jahr sind dem­nach wei­ter schwar­ze Zah­len zu er­war­ten.

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sag­te, die Wirt­schaft lau­fe gut, die Kas­sen hät­ten wei­ter ho­he Über­schüs­se. "Bei­trags­gel­der sind aber kei­ne Spar­an­la­gen, son­dern sie sind da­für da, die Ver­sor­gung bes­ser zu ma­chen." Dies tue die Bun­des­re­gie­rung. Kas­sen mit be­son­ders ho­hen Re­ser­ven müss­ten au­ßer­dem ih­re Rück­la­gen ab 2020 bin­nen drei Jah­ren un­ter die ge­setz­li­che Ober­gren­ze von ei­ner Mo­nats­aus­ga­be ab­sen­ken. "Dann ha­ben die Bei­trags­zah­ler auch et­was von der gu­ten Fi­nanz­la­ge."

Das Mi­nis­te­ri­um wies zu­dem auf Spiel­raum für Ent­las­tun­gen durch ei­ne Sen­kung von Zu­satz­bei­trä­gen hin. Ob­wohl ei­ne Rei­he von Kas­sen dies zum Jah­res­wech­sel ge­tan ha­be, lie­ge der durch­schnitt­lich er­ho­be­ne Zu­satz­bei­trag der­zeit bei 1,0 Pro­zent des Brut­to­lohns.

Da­bei hat­te das Mi­nis­te­ri­um den als Ori­en­tie­rung die­nen­den durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trag bei 0,9 Pro­zent fest­ge­legt - die tat­säch­li­che Hö­he ih­res je­wei­li­gen Zu­satz­bei­trags le­gen die Kran­ken­kas­sen aber selbst fest. Je nach Fi­nanz­la­ge dür­fen sie vom Durch­schnitt ab­wei­chen. Der Ge­samt­bei­trag um­fasst da­ne­ben den all­ge­mei­nen Satz von 14,6 Pro­zent.

Fi­nan­zi­ell stan­den bei den ge­setz­li­chen Kas­sen im ver­gan­ge­nen Jahr 241,4 Mil­li­ar­den EUR Ein­nah­men Aus­ga­ben von 239,4 Mil­lio­nen EUR ge­gen­über. Die Ein­nah­men stie­gen da­bei um 3,3 Pro­zent. Die Aus­ga­ben leg­ten um 3,9 Pro­zent zu, wo­bei sich auch die Zahl der Ver­si­cher­ten um 0,8 Pro­zent er­höh­te. Für Kran­ken­haus­be­hand­lun­gen, Ver­gü­tun­gen der Pra­xis­ärz­te und Arz­nei­mit­tel wur­den je­weils rund drei Pro­zent mehr aus­ge­ge­ben - für Heil­mit­tel wie Kran­ken­gym­nas­tik, Mas­sa­ge oder Sprachthe­ra­pi­en gut elf Pro­zent mehr, was laut Mi­nis­te­ri­um vor al­lem auf Re­ge­lun­gen für hö­he­re Ho­no­ra­re zu­rück­zu­füh­ren ist.

Der GKV-Spit­zen­ver­band er­klär­te, der Über­schuss von zwei Mil­li­ar­den EUR sei "ein gu­tes Er­geb­nis, aber auch kein Grund für Eu­pho­rie oder gar für Vor­wür­fe". Die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen gin­gen se­ri­ös und zu­ver­läs­sig mit den Bei­trags­gel­dern um. Da­ne­ben hat­te der Ge­sund­heits­fonds als Geld­sam­mel- und -ver­teil­stel­le der Kas­sen laut Mi­nis­te­ri­um Mit­te Ja­nu­ar ei­ne Re­ser­ve von 9,7 Mil­li­ar­den EUR.

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Letzte Überarbeitung: 11. März 2019

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