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ARBEITSRECHT AKTUELL // 20/049

Krank­schrei­bung per Te­le­fon?

Um Ärz­te und Pa­ti­en­ten zu ent­las­ten, müs­sen Ar­beit­neh­mer für ei­ne Krank­schrei­bung bei Er­käl­tung nicht mehr ex­tra zum Arzt
Krankheit, Arbeitsunfähig krankgeschrieben, Grippewelle, Krankenstand

10.03.2020. (dpa/fle) - Wer an ei­ner leich­ten Er­kran­kung der obe­ren Atem­we­ge lei­det, kann sich ab so­fort nach te­le­fo­ni­scher Rück­spra­che mit dem Arzt krank­schrei­ben las­sen.

Dar­auf weist die Kas­sen­ärzt­li­che Bun­des­ver­ei­ni­gung (KBV) hin.

Die Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung (AU) kann der Arzt Pa­ti­en­ten den In­for­ma­tio­nen zu­fol­ge für ma­xi­mal sie­ben Ta­ge aus­stel­len, oh­ne dass Ar­beit­neh­mer da­für in die Pra­xis kom­men müs­sen. Die­se Er­leich­te­rung gilt künf­tig auch für die ärzt­li­che Be­schei­ni­gung zum Be­zug von Kran­ken­geld, die El­tern brau­chen, wenn ihr Kind krank ist und zu Hau­se blei­ben muss.

Die Aus­nah­me­re­gel gilt et­wa für Er­käl­tun­gen oder grip­pa­le In­fek­te, aber nicht für Pa­ti­en­ten mit schwe­rer Sym­pto­ma­tik. Ge­nau­so we­nig fal­len dar­un­ter Men­schen, die Kri­te­ri­en des Ro­bert-Koch-In­sti­tuts (RKI) für ei­nen Ver­dacht auf ei­ne In­fek­ti­on mit Co­vid-19 er­fül­len.

Auf die­se Maß­nah­me ha­ben sich die Kas­sen­ärzt­li­che Bun­des­ver­ei­ni­gung (KBV) und der GKV-Spit­zen­ver­band am Mon­tag ver­stän­digt. Die neue Re­gel soll ab so­fort für vor­erst vier Wo­chen gel­ten. 

Un­klar ist noch, wie die te­le­fo­ni­sche Krank­schrei­bung im De­tail funk­tio­niert: Pro­blem­los mög­lich ist dies zur­zeit nur, wenn ein Pa­ti­ent in die­sem Quar­tal, al­so seit Jah­res­an­fang, schon ein­mal in der Pra­xis war. Liegt der Be­such län­ger zu­rück, soll­ten die Da­ten aber eben­falls noch vor­lie­gen, so die KBV. Bei Pa­ti­en­ten, die noch nicht in der je­wei­li­gen Pra­xis wa­ren, ar­bei­ten KBV und Kran­ken­kas­sen ge­ra­de an ei­ner Re­ge­lung.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. März 2020

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