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Mehr aus­län­di­sche Aka­de­mi­ker durch "Blaue Kar­te"

Um Spe­zia­lis­ten aus Dritt­län­dern nach Deutsch­land zu lo­cken, wirbt das BAMF der­zeit für die "Blaue Kar­te" als Auf­ent­halts­ti­tel für Hoch­schul­ab­sol­ven­ten
International, Welt, Globus

05.07.2018. (dpa/wie) - Im Au­gust 2012 wur­de in Deutsch­land die "Blaue Kar­te EU" in Deutsch­land ein­ge­führt, um ei­ner­seits ei­ne Richt­li­nie der EU um­zu­set­zen (Richt­li­nie 2009/50/EG) und an­de­rer­seits den be­reits da­mals spür­ba­ren Fach­kräf­te­man­gel zu be­kämp­fen (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 12/123 Blaue Kar­te EU).

Die Blaue Kar­te EU ist ein Auf­ent­halts­ti­tel für Men­schen aus Dritt­län­dern, die ei­nen Hoch­schul­ab­schluss so­wie ei­ne Ar­beits­platz­zu­sa­ge in Deutsch­land mit ei­nem jähr­li­chen Min­dest­b­rut­to­ge­halt von ak­tu­ell 52.000 Eu­ro vor­wei­sen kön­nen. Für Be­ru­fe, in de­nen be­son­ders gro­ße Per­so­nal­not herrscht, wie et­wa IT-Fach­kräf­te, In­ge­nieu­re oder Ärz­te gilt ein Min­dest­jah­res­ge­halt von 40.560 Eu­ro brut­to.

Be­reits 77.000 Zu­wan­de­rer ha­ben seit Ein­füh­rung von dem Auf­ent­halts­ti­tel für Hoch­qua­li­fi­zier­te pro­fi­tie­ren kön­nen. Der­zeit sind et­wa 50.000 Men­schen in Be­sitz ei­ner Blau­en Kar­te EU. Ein Vier­tel und da­mit die meis­ten In­ha­ber kom­men aus In­di­en. Wei­te­re Fach­kräf­te kom­men ins­be­son­de­re aus Chi­na, Russ­land, den USA und der Ukrai­ne. Rund 85 Pro­zent al­ler in Eu­ro­pa aus­ge­stell­ten Blau­en Kar­ten gin­gen bis­her an aus­län­di­sche Aka­de­mi­ker in Deutsch­land.

Zu­dem hat sich die Zahl der jähr­li­chen Er­tei­lun­gen seit 2013 fast ver­dop­pelt. Wa­ren es da­mals noch 11.300 Blaue Kar­ten, wur­den in 2017 be­reits 21.700 ent­spre­chen­de Auf­ent­halts­ti­tel ver­ge­ben. Die meis­ten der ehe­ma­li­gen Kar­ten­in­ha­ber be­nö­tig den Auf­ent­halts­ti­tel mitt­ler­wei­le nicht mehr, da ih­nen ei­ne un­be­fris­te­te Nie­der­las­sungs­er­laub­nis er­teilt wur­de. Dies ist un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ent­we­der nach 21 oder nach 33 Mo­na­ten mög­lich. Den Fach­kräf­ten ist dann ein Fa­mi­li­en­nach­zug ge­stat­ten, auch wenn Ehe­part­ner oder Kin­der kein Deutsch kön­nen.

Um noch mehr die­ser Hoch­qua­li­fi­zier­ten für Deutsch­land und ins­be­son­de­re für Bran­chen mit Fach­kräf­te­man­gel, wie Ver­kehr, Ge­sund­heit und So­zia­les zu ge­win­nen, wirbt das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) der­zeit ver­stärkt mit der Blau­en Kar­te.


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Letzte Überarbeitung: 5. Juli 2018

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