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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/204

Nach­fra­ge auf dem Ar­beits­markt wei­ter­hin hoch

Wie die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Mon­tag mit­teil­te, gab es im Ju­li 2017 mehr of­fe­ne Ar­beits­stel­len als je zu­vor. Be­triebs­wir­te er­war­ten den­noch ei­nen leich­ten An­stieg der Ar­beits­lo­sen­zah­len.
Stellenanzeige in der Zeitung, Stellenmarkt, Arbeitsmarkt

01.08.2017. (dpa/wie) - Die Zahl der zu be­set­zen­den Ar­beits­plät­ze in Deutsch­land er­reicht ei­nen Höchst­stand nach dem an­de­ren. Be­reits im ers­ten Quar­tal 2017 wur­de ein neu­er Re­kord bei der Be­schäf­tig­ten­nach­fra­ge ver­zeich­net (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/129 Re­kord­hoch auf dem Ar­beits­markt).

Der bis­he­ri­ge Höchst­wert von Ju­ni 2017 wur­de nun er­neut über­trof­fen. Das gab die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Mon­tag be­kannt. Der von der Agen­tur be­rech­ne­te Stel­len­in­dex "BA-X" lag dem­nach im Ju­li die­sen Jah­res bei 238 Punk­ten und da­mit um drei Zäh­ler hö­her als im Vor­mo­nat. Ge­gen­über Ju­li 2016 gab es so­gar ei­ne Stei­ge­rung vom 21 Punk­ten.

Seit 2014 ist der In­dex laut BA kon­ti­nu­ier­lich ge­stie­gen. Die ge­naue An­zahl an frei­en Stel­len wird die Bun­des­agen­tur heu­te zu­sam­men mit den of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len prä­sen­tie­ren.

Die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten sei in fast al­len Bran­chen im Ver­gleich zum Vor­jahr ge­stie­gen. Le­dig­lich im öf­fent­li­chen Dienst und im Be­reich Er­zie­hung und Un­ter­richt hät­te es kei­nen Zu­wachs ge­ge­ben. Die größ­te Nach­fra­ge gab in der In­dus­trie, im Han­del, bei Un­ter­neh­mens­dienst­leis­tern wie Steu­er­be­ra­tern, Rechts­an­wäl­ten und Wer­be­agen­tu­ren, so­wie im Bau­ge­wer­be und bei Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men.

Ein Grund für die vie­len Va­kan­zen sei die gu­te wirt­schaft­li­che La­ge und die dar­aus fol­gen­de Aus­sicht auf bes­ser Be­zahl­te Jobs für Ar­beit­neh­mer. Die­se wür­den da­durch häu­fi­ger die Ar­beits­stel­le wech­seln, oh­ne dass das Un­ter­neh­men ei­nen di­rek­ten Nach­fol­ger fin­det.

In Be­zug auf die Ar­beits­lo­sen­zah­len ver­mu­ten Volks­wir­te sai­son­be­dingt ei­nen leich­ten An­stieg um rund 55.000 Ar­beits­su­chen­de. Ge­ne­rell sei im zwei­ten Halb­jahr 2017 nicht mehr mit ei­nem so star­ken Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit zu rech­nen. Das er­gab ei­ne Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se­agen­tur un­ter Volks­wir­ten deut­scher Groß­ban­ken.

"Wir ha­ben An­zei­chen, dass sich in den kom­men­den Mo­na­ten die Flucht­mi­gra­ti­on stär­ker in den of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len nie­der­schla­gen wird", er­klär­te der Com­merz­bank-Öko­nom Eck­art Tucht­feld. "Ein so schnel­ler Ab­bau der Ar­beits­lo­sig­keit lässt sich nicht auf Dau­er durch­hal­ten", ist auch DZ-Bank-Öko­nom Mi­cha­el Hol­stein der Mei­nung.

Der Chef­volks­wirt der KfW-Ban­ken­grup­pe, Jörg Zeu­ner, pro­gnos­ti­ziert hin­ge­gen ei­ne Fort­set­zung der "Auf­wärts­ent­wick­lung" auf dem Ar­beits­markt.


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Letzte Überarbeitung: 4. November 2018

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