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17/212a Nächs­te Ta­rif­ab­schlüs­se im Ein­zel­han­del

Ne­ben Bay­ern und Meck­len­burg-Vor­pom­mern konn­te die Ge­werk­schaft Ver­di nun auch in Rhein­land-Pfalz ei­ne Ei­ni­gung mit den Ar­beit­ge­bern des Ein­zel­han­dels er­zie­len.
Einzelhandel, Verkäufer, Kassierer, Kartenzahlung

11.08.2017. (dpa/wie) - Nach­dem die Ver­hand­lun­gen über hö­he­re Ver­gü­tun­gen im Ein­zel­han­del im Ta­rif­be­zirk Ba­den-Würt­tem­berg be­reits En­de Ju­li er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wur­den (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/203 Ers­te Ta­rif­ei­ni­gung im Ein­zel­han­del kein Pi­lot­ab­schluss), ha­ben nun wei­te­re Re­gio­nen nach­ge­zo­gen.

Ob­wohl sich die Ge­werk­schaft Ver­di kri­tisch über den Ta­rif­ab­schluss in Ba­den-Würt­tem­berg äu­ßer­te und die­sen nicht als maß­geb­lich für die Ver­hand­lun­gen in den an­de­ren Ge­bie­ten ein­schätz­te, scheint be­sag­te Ei­ni­gung doch gro­ßen Ein­fluss zu ha­ben.

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern ver­stän­dig­te man sich eben­so wie zu­vor in Ba­den-Würt­tem­berg auf ins­ge­samt 4,3 Pro­zent hö­he­re Löh­ne und Ge­häl­ter, wo­bei die Stei­ge­rung in zwei Schrit­ten statt­fin­den wird. Zum 01.09.2017 wer­den die Be­schäf­tig­ten des Ein­zel­han­dels im nörd­li­chen Bun­des­land 2,3 Pro­zent mehr Geld er­hal­ten. Ei­ne wei­te­re Stei­ge­rung wird es ab Ju­li 2018 ge­ben. Au­ßer­dem ha­ben sich die Par­tei­en auf ei­ne Ein­mal­zah­lung in Hö­he von 50 Eu­ro für Voll­zeit­be­schäf­tig­te und 25 Eu­ro für Aus­zu­bil­den­de ge­ei­nigt.

Auch in Bay­ern konn­te am ver­gan­gen Diens­tag der mo­na­te­lang an­dau­ern­de Ta­rif­streit be­en­det wer­den. Die rund 330.000 Be­schäf­tig­ten in die­ser Re­gi­on kön­nen sich eben­falls auf ins­ge­samt 4,3 Pro­zent mehr Geld in den nächs­ten 24 Mo­na­ten ein­stel­len. Auch ei­ne Ein­mal­zah­lung ist für das Jahr 2018 vor­ge­se­hen.

"Das er­ziel­te Er­geb­nis geht bis an die Gren­ze der Be­last­bar­keit der Un­ter­neh­men", er­klär­te Se­bas­ti­an Stra­che, Vor­sit­zen­der der Ta­rif­kom­mis­si­on des Han­dels­ver­bands.

Ei­nen ver­gleich­ba­ren Ta­rif­ab­schluss gab es auch in Rhein­land-Pfalz. Hier konn­te man sich am heu­ti­gen Frei­tag auf ei­nen Ta­rif­ver­trag für die kom­men­den zwei Jah­re mit der glei­chen Stei­ge­rung wie in den an­de­ren Re­gio­nen ei­ni­gen.

Viel Ge­gen­wind er­hält Ver­di für die For­de­rung nach all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trä­gen im Ein­zel­han­del. Dies soll al­ler­dings auch künf­tig nicht auf­ge­ge­ben wer­den. "Es ist und bleibt ein Skan­dal, dass die Dum­ping­un­ter­neh­men ih­re Schmutz­kon­kur­renz auf dem Rü­cken der Be­schäf­tig­ten aus­tra­gen" sag­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Hu­bert Thier­mey­er.


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Letzte Überarbeitung: 29. November 2018

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