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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/075

Neu­er Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter for­dert mehr Be­schäf­ti­gung von Äl­te­ren

Um dem Fach­kräf­te­man­gel bei­zu­kom­men, schlägt Hu­ber­tus Heil vor, ver­mehrt auf äl­te­re Ar­beit­neh­mer zu set­zen - die Ar­beit­ge­ber wi­der­spre­chen.
ältere Arbeitnehmerin am Computer im Büro, Beschäftigung älterer Arbeitnehmer

22.03.2018. (dpa/wie) - "Man kann nicht ei­ner­seits über Fach­kräf­te­man­gel jam­mern und an­de­rer­seits ver­su­chen, äl­te­re Be­schäf­tig­te los­zu­wer­den." Der frisch ge­ba­cke­ne Bun­des­mi­nis­ter für Ar­beit und So­zia­les, Hu­ber­tus Heil (SPD), be­ginnt sein neu­es Amt mit Kri­tik an den deut­schen Un­ter­neh­men.

Er wün­sche sich von der Wirt­schaft mehr En­ga­ge­ment in die­sem Be­reich, denn "die Be­trie­be müs­sen ih­rer Ver­ant­wor­tung zur Si­che­rung der Ar­beits­fä­hig­keit bis in hö­he­re Al­ter stär­ker ge­recht wer­den und mehr in Wei­ter­bil­dung in­ves­tie­ren".

Der Mi­nis­ter be­ton­te ge­gen­über dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND/Don­ners­tag), dass es be­reits Un­ter­neh­men mit gu­ten An­sät­zen ge­be, bei vie­len aber noch Luft nach oben sei. Die Be­trie­be müss­ten ver­su­chen, die Be­schäf­tig­ten so lan­ge wie mög­lich hal­ten, so Heil. Gleich­zei­tig mach­te er deut­lich, dass es ein hö­he­res Ren­ten­ein­tritts­al­ter mit der SPD nicht ge­ben wer­de.

An die­sem Punkt set­zen die Ar­beit­ge­ber an. Stef­fen Kam­pe­ter, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Ar­beit­ge­ber­ver­bands BDA, ent­geg­ne­te, dass ge­ra­de die von der gro­ßen Ko­ali­ti­on ein­ge­führ­te ab­schlags­freie Ren­te mit 63 für den Ver­lust von vie­len hun­dert­tau­send äl­te­ren Ar­beit­neh­mern ge­sorgt hät­te. "Statt Ar­beit­ge­bern den schwar­zen Pe­ter zu­zu­schie­ben, soll­te die Bun­des­re­gie­rung die mil­li­ar­den­schwe­ren Sub­ven­tio­nen für Früh­ver­ren­tun­gen be­en­den", kri­ti­sier­te Kemp­ter die re­gie­ren­den Par­tei­en.

Zu­dem führ­te der BDA-Chef an, dass sich die Er­werbs­tä­ti­gen­quo­te der 55- bis 64-Jäh­ri­gen zwi­schen 2000 und 2017 be­reits von 37 Pro­zent auf knapp 70 Pro­zent fast ver­dop­pelt ha­be. Trotz der Kri­tik er­klär­te Kam­pe­ter: "Die deut­schen Ar­beit­ge­ber be­grü­ßen es, dass der neue Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter sich mit die­sem für uns so wich­ti­gen The­ma des Fach­kräf­te­man­gels be­schäf­tigt und es auf die po­li­ti­sche Agen­da setzt."


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Letzte Überarbeitung: 18. September 2018

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