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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/182

Öf­fent­li­cher Dienst wird bei Ab­sol­ven­ten im­mer be­lieb­ter

Stu­den­ten in Deutsch­land set­zen bei der Be­rufs­wahl zu­neh­mend auf ei­nen si­che­ren Job beim Staat, wie aus ei­ner Be­fra­gung her­vor­geht
Einstiegsgehalt für Absolventen, Studium, Akademiker

25.07.2018. (dpa/wie) - Für qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te mit ei­nem Hoch­schul­ab­schluss sind die Job­chan­cen auf dem deut­schen Ar­beits­markt der­zeit so gut wie lan­ge nicht mehr. Un­ter­neh­men in der frei­en Wirt­schaft su­chen hän­de­rin­gend nach Per­so­nal und be­zah­len ent­spre­chend gut.

Den­noch den­ken vie­le Stu­den­ten ak­tu­ell über ein En­ga­ge­ment im öf­fent­li­chen Dienst nach, wie aus der "Stu­den­ten­stu­die 2018" des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens EY her­vor­geht. Für die Un­ter­su­chung wur­den rund 2.000 Stu­den­ten aus 27 Uni­ver­si­täts­städ­ten in Deutsch­land be­fragt.

Mehr als 40 Pro­zent der Teil­neh­mer hal­ten dem­nach ei­nen Ar­beits­platz bei Kom­mu­nen, Län­dern oder beim Bund für at­trak­tiv. Vor zwei Jah­ren es noch 32 Pro­zent. Ob­wohl dem aka­de­mi­schen Nach­wuchs im Ver­gleich zur letz­ten Stu­die die Ver­gü­tung noch wich­ti­ger ge­wor­den ist, über­wiegt das Ver­lan­gen nach ei­nem si­che­ren Job deut­lich, so die Ex­per­ten.

Hoch­schul­ab­sol­ven­ten fin­den laut Oli­ver Si­mon, dem Lei­ter der EY-Per­so­nal­ab­tei­lung, in der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on ver­gleichs­wei­se ein­fach ei­nen Job. "Da­her ist es schon ver­wun­der­lich, dass sie so auf Si­cher­heit be­dacht sind und of­fen­bar das Ri­si­ko weit­ge­hend scheu­en." Da sich der­zeit al­ler­dings ein Um­bruch in vie­len Bran­chen ab­zeich­ne, wir­ke der öf­fent­li­che Dienst "wie ein Hort der Be­stän­dig­keit in­mit­ten des Um­bruchs" so Si­mon.

Ins­be­son­de­re Ju­ris­ten und Geis­tes­wis­sen­schaft­ler hal­ten ei­ne An­stel­lung beim Staat für at­trak­tiv. Ins­ge­samt be­le­gen Kul­tur­ein­rich­tun­gen (22 Pro­zent) und die Wis­sen­schaft (20 Pro­zent) in der Rang­lis­te der be­lieb­tes­ten Bran­chen nach dem öf­fent­li­chen Dienst die Plät­ze zwei und drei. Die Au­to­in­dus­trie hat beim Nach­wuchs of­fen­bar deut­lich an ver­trau­en ver­lo­ren und kam nach Platz drei (22 Pro­zent) in der letz­ten Be­fra­gung nur noch auf Platz acht (acht Pro­zent).

Un­ter den Stu­den­ten mit über­durch­schnitt­li­chen Stu­di­en­leis­tun­gen hat die At­trak­ti­vi­tät des öf­fent­li­chen Diens­tes laut der Stu­die so­gar stär­ker zu­ge­nom­men als im Durch­schnitt. Das sei zwar er­freu­lich, so Si­mon, doch die In­no­va­tio­nen, die Deutsch­land welt­weit so er­folg­reich ge­macht hät­ten, ent­stün­den in der frei­en Wirt­schaft. "Die Un­ter­neh­men soll­ten sich Ge­dan­ken dar­über ma­chen, wie sie wei­ter für Be­rufs­an­fän­ger at­trak­tiv sein kön­nen", ap­pel­liert der EY-Per­so­nal­chef.


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Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

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