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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/229

Schwa­cher An­stieg der eu­ro­päi­schen Re­al­löh­ne

Ähn­lich wie in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land kann der Re­al­lohn­zu­wachs auch in Eu­ro­pa nicht mit dem Wirt­schafts­auf­schwung mit­hal­ten.
Europa, Europäische Union, Landesflaggen

04.09.2017. (dpa/wie) - Im ver­gan­ge­nen Jahr stie­gen die Re­al­löh­ne - al­so die Löh­ne nach Ab­zug der In­fla­ti­on - in den 28 Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU) im Durch­schnitt um 1,5 Pro­zent. Dies wer­de sich im Jahr 2017 nicht wie­der­ho­len, wie ei­ne Stu­die des WSI-Wirt­schafts- und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tuts der Hans-Böck­ler-Stif­tung er­gab.

Durch ge­stie­ge­ne Ver­brau­cher­prei­se wür­de die Kauf­kraft der no­mi­na­len Ge­halts­stei­ge­run­gen ver­rin­gert, was zu ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Zu­wachs der Re­al­löh­ne von EU-weit 0,4 Pro­zent füh­re.

Ob­wohl die EU-Kom­mis­si­on von ei­nem Wachs­tum des Brut­to­so­zi­al­pro­dukts von 1,9 Pro­zent aus­ge­he, die Ar­beits­lo­sen­quo­te kon­ti­nu­ier­li­che ab­neh­me (8,0 Pro­zent) und der Wirt­schafts­auf­schwung mitt­ler­wei­le al­le Mit­glied­staa­ten er­reicht ha­be, wür­den die Ar­beit­neh­mer kaum da­von Pro­fi­tie­ren, so die Stu­di­en-Au­to­ren.

In Sü­d­eu­ro­pa sei­en die Re­al­löh­ne in den letz­ten sie­ben Jah­ren teil­wei­se so­gar stark ge­fal­len (Grie­chen­land: -23 Pro­zent). Da­ge­gen ha­be es in Ost­eu­ro­pa, wo das Ni­veau sehr nied­rig war, im sel­ben Zeit­raum ei­nen star­ken An­stieg ge­ge­ben. So sei­en die Re­al­löh­ne in Bul­ga­ri­en seit 2010 um 55,8 Pro­zent ge­stie­gen. Deutsch­land konn­te in die­ser Zeit ei­nen rea­len Lohn­zu­wachs von 9,8 Pro­zent ver­zeich­nen.

Für die For­scher wä­re ein stär­ke­rer EU-wei­ter Zu­wachs der Re­al­löh­ne be­le­bend für die Bin­nen­nach­fra­ge und das Wachs­tum. Au­ßer­dem wür­de nicht nur die pri­va­te Nach­fra­ge stei­gen, son­dern es kön­ne auch zur Nor­ma­li­sie­rung der In­fla­ti­ons­ra­te bei­tra­gen.


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Letzte Überarbeitung: 10. Oktober 2017

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