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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/045

Ta­ri­fur­laub in vie­len Bran­chen bei 30 Ta­gen

In ta­rif­ge­bun­de­nen Un­ter­neh­men über­steigt der Ur­laub meist den ge­setz­li­chen Min­des­t­ur­laub von vier Wo­chen. Bis zu 30 Ur­laubs­ta­ge sind kei­ne Sel­ten­heit
Urlaub am Meer, Palme, Luftmatratze, Sonnenhut und Badestrand

19.02.2019. (dpa/fle) - Ge­setz­lich steht Ar­beit­neh­mern in Deutsch­land ein be­zahl­ter Jah­res­ur­laub von 24 Werk­ta­gen zu.

Wer in ei­nem Un­ter­neh­men mit Ta­rif­ver­trag ar­bei­tet, hat in der Re­gel ei­nen län­ge­ren Ur­laubs­an­spruch - in der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie sind es bei­spiels­wei­se 30 Ta­ge.

Auch in an­de­ren Bran­chen wie in der En­er­gie und Was­ser­ver­sor­gung oder bei Ban­ken und Ver­si­che­run­gen ist der 30-Ta­ge-Ur­laub in­zwi­schen die Re­gel.

Nach Be­rech­nun­gen des WSI-Ta­rif­ar­chivs der ge­werk­schafts­na­hen Hans-Böck­ler-Stif­tung hat­ten die rund 22,7 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten mit Ta­rif­an­bin­dung im ver­gan­ge­nen Jahr ei­nen durch­schnitt­li­chen Ur­laubs­an­spruch von 29,3 Ta­gen. In Ost­deutsch­land hat­ten nach Ta­rif be­zahl­te Ar­beit­neh­mer mit 28,6 Ta­gen rech­ne­risch knapp ei­nen Tag we­ni­ger Ur­laub als die Be­schäf­tig­ten in West­deutsch­land mit 29,4 Ta­gen.

Un­ter­schied­li­che lan­ge Ur­laubs­an­sprü­che je nach Al­ter oder Be­triebs­zu­ge­hö­rig­keit gibt es nur noch sel­ten, so der Lei­ter des WSI-Ta­rif­ar­chivs Prof. Thors­ten Schul­ten. Laut NRW-Ta­rif­re­gis­ter ist das et­wa im Bä­cker­hand­werk der Fall, wo der Ta­ri­fur­laub mit zu­neh­men­der Be­triebs­zu­ge­hö­rig­keit von 28 auf 36 Ta­ge steigt.

Auch wenn das The­ma der Ar­beits­zeit im Rah­men der Ta­rif­ver­hand­lun­gen wei­ter hart um­kämpft ist, ist die Län­ge des Ur­laubs nur noch sel­ten The­ma. Fle­xi­bi­li­tät für die Ar­beit­neh­mer be­stim­men den Kurs. "Heu­te ste­hen in­di­vi­du­el­le Wahl­op­tio­nen zwi­schen Ent­gelt oder Ar­beits­zeit­ver­kür­zun­gen im Vor­der­grund", sag­te Schul­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. Februar 2019

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