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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/028

Ta­rif­ver­hand­lun­gen für Jour­na­lis­ten ver­tagt

Die Ver­hand­lun­gen über ei­nen Ge­halts­an­stieg in der Zei­tungs­bran­che sind am Diens­tag oh­ne ein An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber be­en­det wor­den
Zeitung Aktuelles, Journalisten, Redakteure, Zeitungsverlag, Tageszeitung

31.01.2018. (dpa/wie) - Am Diens­tag hat die ers­te Ver­hand­lungs­run­de über die Ver­gü­tung der rund 13.000 Re­dak­teu­re und fes­te freie Jour­na­lis­ten bei deut­schen Ta­ges­zei­tun­gen in Ber­lin statt­ge­fun­den.

Die Ge­sprä­che zwi­schen dem Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­band (DJV) und der Deut­schen Jour­na­lis­tin­nen- und Jour­na­lis­ten-Uni­on (dju) in Ver.di auf Sei­ten der Ar­beit­neh­mer und dem Bun­des­ver­band Deut­scher Zei­tungs­ver­le­ger (BDZV) wur­den al­ler­dings er­geb­nis­los ver­tagt.

Die Ge­werk­schaf­ten for­dern ein Lohn­plus von 4,5 Pro­zent so­wie ei­ne Er­hö­hung der Ein­stiegs­ge­häl­ter für Jungre­dak­teu­re und Vo­lon­tä­re um min­des­tens 200 Eu­ro. Die Ar­beit­ge­ber leg­ten in der ers­ten Ver­hand­lungs­run­de kein kon­kre­tes An­ge­bot vor.

Der Ver­hand­lungs­füh­rer des BDZV, Ge­org Wall­raf, er­klär­te je­doch, dass die For­de­run­gen in der Hö­he weit über den Mög­lich­kei­ten der Un­ter­neh­men lä­gen. Der di­gi­ta­le Wan­del und die da­mit ver­bun­de­ne Ver­än­de­rung im Le­ser­ver­hal­ten for­de­re "ho­he In­ves­ti­tio­nen, um die Zu­kunft gu­ter jour­na­lis­ti­scher Leis­tung zu si­chern", so Wall­raf. Des­halb kön­ne die Ant­wort nicht "mehr Geld für al­le" sein.

Die Ge­werk­schaf­ten wol­len vor al­lem die At­trak­ti­vi­tät des Jour­na­lis­ten­be­rufs stei­gern, heißt es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung des DJV vom 30.01.2018. Zu­dem müss­ten sich die zu be­wäl­ti­gen­den Her­aus­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung auch im Ein­kom­men der Jour­na­lis­ten wi­der­spie­geln.

Der Ver­hand­lungs­füh­rer der dju, Mat­thi­as von Fin­tel, er­klär­te in ei­ner dju-Pres­se­mit­tei­lung vom 30.01.2018, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung in der Zei­tungs­bran­che auch als Chan­ce zu ver­ste­hen sei, und sich "kon­kret im Be­reich der Be­zahl­in­hal­te und der Ge­win­nung neu­er Le­se­rin­nen und Le­ser" ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung ab­zeich­ne. Fin­tel be­ton­te, dass es jetzt zü­gi­ger Ver­hand­lun­gen und spür­bar hö­he­rer Ho­no­ra­re und Ge­häl­ter, vor al­lem für den Nach­wuchs auf der Su­che nach at­trak­ti­ven Ar­beits­plät­zen be­darf.

Der BDZV-Ver­hand­lungs­füh­rer zeig­te sich trotz der un­ter­schied­li­chen Stand­punk­te zu­ver­sicht­lich, dass die Par­tei­en "fai­re und gu­te Lö­sun­gen für die Aus­ge­stal­tung des nächs­ten Ge­halts­ta­rif­ver­trags fin­den wer­den."


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Letzte Überarbeitung: 31. Januar 2018

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