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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/206

Vie­le Stu­den­ten lei­den un­ter ho­her Ar­beits­be­las­tung

In ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge ga­ben die meis­ten Stu­den­ten an, durch ihr Stu­di­um voll aus­ge­las­tet zu sein. Ei­ni­ge kla­gen so­gar über zu viel Stress.
Professor hält Vorlesung an Hochschule vor Studenten

03.08.2017. (dpa/wie) - Im­mer mehr Schul­ab­gän­ger aber auch be­rufs­er­fah­re­ne Men­schen ent­schei­den sich heut­zu­ta­ge für ein Stu­di­um. Von ei­ner aka­de­mi­schen Lauf­bahn ver­spre­chen sich die meis­ten ei­ne bes­se­re fi­nan­zi­el­le Aus­gangs­la­ge im Be­rufs­le­ben. Aus ei­nem Ge­halts­re­port vom Ju­ni geht her­vor, dass die­se Hoff­nung durch­aus be­rech­tigt ist (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/153 Ho­he Ein­stiegs­ge­häl­ter für Aka­de­mi­ker).

Den­noch ist ein Stu­di­um nicht auf die leich­te Schul­ter zu neh­men. Bei Vor­le­sun­gen, Selbst­stu­di­um und Ne­ben­jobs kom­men so man­che Stu­den­ten an ih­re Gren­zen was Stress­re­sis­tenz und Zeit­ma­nage­ment an­geht. Da­bei kommt es auch auf die Stu­di­en­rich­tung an, wie ei­ne ak­tu­el­le Um­fra­ge des Per­so­nal­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­mens Uni­va­tiv un­ter rund 1.400 Stu­den­ten her­aus­fand.

Laut der Stu­die ha­ben 35 Pro­zent der Stu­die­ren­den 20 bis 30 St­un­den pro Wo­che mit ih­rer aka­de­mi­schen Aus­bil­dung zu­tun. Bei et­wa je­dem Vier­ten be­trägt die wö­chent­li­che Ar­beits­zeit 30 bis 40 St­un­den. Bei zehn Pro­zent der Be­frag­ten geht die in­ves­tier­te Zeit so­gar über ei­ne 40-St­un­den-Wo­che hin­aus.

Die deut­li­che Mehr­heit (69 Pro­zent) geht ne­ben dem Stu­di­um ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit nach. Die Ar­beits­zeit va­ri­iert bei den meis­ten zwi­schen fünf und 20 St­un­den pro Wo­che. Le­dig­lich sechs Pro­zent der Stu­den­ten ar­bei­tet ne­ben­bei mehr als 20 St­un­den in der Wo­che.

Drei Vier­tel der Be­frag­ten ga­ben an, zwar gut aus­ge­las­tet aber nicht über­for­dert zu sein. Im­mer­hin 19 Pro­zent be­klag­ten, dass ihr Ar­beits­pen­sum so hoch sei, dass sie kei­ne Zeit mehr für an­de­re Sa­chen hät­ten.

Zu un­ter­schei­den ist da­bei zwi­schen den Stu­di­en­gän­gen. Wäh­rend Wirt­schafts-, Geis­tes- und So­zi­al­wis­sen­schaft­ler aber auch Kunst-, Mu­sik- und Sport­stu­den­ten der Um­fra­ge zu­fol­ge am we­nigs­ten un­ter Stress lei­den, hät­ten Me­di­zin­stu­den­ten und Rechts­wis­sen­schaft­ler be­son­ders viel zu­tun.

Auch der an­ge­streb­te Ab­schluss sei ent­schei­dend. In Ba­che­lor- und Mas­ter­stu­di­en­gän­gen kom­me nur rund ein Drit­tel auf ei­ne Ar­beits­be­las­tung von mehr als 30 St­un­den pro Wo­che. Die­je­ni­gen, die aber auf ein Staats­ex­amen oder ein Dok­tor­grad hin­ar­bei­ten, be­stä­tig­ten mehr­heit­lich, län­ger als 30 St­un­den in der Wo­che zu pau­ken.

Hin­zu kä­men teil­wei­se noch Eh­ren­äm­ter und fa­mi­liä­re Ver­pflich­tun­gen, die ei­nen wei­te­ren Teil des Zeit­bud­gets be­an­spru­chen.


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Letzte Überarbeitung: 30. März 2019

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