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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/272

Fach­ta­gung: "Vom Flücht­ling zur Fach­kraft"

Die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen ist für den Ar­beits­markt von gro­ßer Be­deu­tung. Ei­ne Fach­ta­gung in Ros­tock ver­sucht die­sen Pro­zess zu ver­bes­sern
junger Moslem im Büro, Integration von Muslimen in den deutschen Arbeitsmarkt

07.11.2018. (dpa/fle) - Die In­te­gra­ti­on von Mi­gran­ten ist nach An­sicht von Wirt­schafts­mi­nis­ter Har­ry Gla­we (CDU) für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung Meck­len­burg-Vor­pom­merns von zen­tra­ler Be­deu­tung.

An­ge­sichts des Rück­gangs der Zahl von Er­werbs­tä­ti­gen in den kom­men­den Jah­ren müss­ten schon heu­te al­le Mög­lich­kei­ten zur Fach­kräf­te­ge­win­nung aus­ge­schöpft wer­den, sag­te Gla­we am Mitt­woch in Ros­tock bei der Fach­ta­gung "Vom Flücht­ling zur Fach­kraft".

Da­bei sei der Kon­takt für bei­de Sei­ten, Ar­beit­ge­ber und Flücht­lin­ge, oft nicht ein­fach. "Sprach­li­che Hür­den be­ste­hen und kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de tref­fen auf­ein­an­der", sag­te Gla­we. "Bei­de Sei­ten müs­sen Of­fen­heit, En­ga­ge­ment und Mut zei­gen und be­reit sein, auch mal un­kon­ven­tio­nel­le We­ge zu ge­hen." Ent­schei­dend sei, die Mi­gran­ten beim Ein­stieg in das Be­rufs­le­ben zu un­ter­stüt­zen. Es ge­he dar­um, sie auf die Ar­beits­welt gut vor­zu­be­rei­ten und die Kol­le­gen im Be­trieb in die­sem Pro­zess mit­zu­neh­men.

Gla­we hob her­vor, dass in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren schon Fort­schrit­te bei der In­te­gra­ti­on von Mi­gran­ten in den Ar­beits­markt er­reicht wur­den. So sei­en im März 2018 rund 1.500 Per­so­nen aus Asyl­her­kunfts­län­dern so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig be­schäf­tigt ge­we­sen, fast zwei Drit­tel mehr als ein Jahr zu­vor. Ak­tu­ell leb­ten rund 7.300 Flücht­lin­ge in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, sie stell­ten für den Ar­beits­markt ein gro­ßes Po­ten­zi­al dar.

Der Ge­schäfts­füh­rer des Ros­to­cker Ver­eins Mi­gra, Mi­cha­el Hu­go, be­grüß­te die Ver­an­stal­tung "Vom Flücht­ling zur Fach­kraft" als ei­ne neue Art der di­rek­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on al­ler Be­tei­lig­ten. Es ha­be sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­zeigt, dass vor al­lem klei­ne Be­trie­be durch bü­ro­kra­ti­sche Hür­den in ih­rem Be­stre­ben ge­bremst wer­den, Flücht­lin­ge ein­zu­stel­len. Es sei ei­nem Hand­werks­meis­ter nicht zu­zu­mu­ten, sich ne­ben sei­ner Ar­beit mit dem schwie­ri­gen Aus­län­der­recht zu be­schäf­ti­gen.

Hu­go for­der­te dar­über hin­aus kla­re Re­ge­lun­gen sei­tens der Bun­des­re­gie­rung, wie mit Aus­län­dern um­ge­gan­gen wer­den soll, die nicht als Asyl­be­wer­ber an­er­kannt sind, aber nicht ab­ge­scho­ben wer­den kön­nen. Die­se Men­schen könn­ten dem Ar­beits­markt zur Ver­fü­gung ste­hen, de­ren In­te­gra­ti­on müss­te schnel­ler vor­an­ge­hen.

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Letzte Überarbeitung: 8. November 2018

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