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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/041

VW kün­digt Spar­pro­gramm an

Bis 2025 will VW 2,6 Mil­li­ar­den EUR ein­spa­ren. Da­zu sol­len die Ef­fi­zi­enz ge­stei­gert und Be­leg­schaf­ten ver­klei­nert wer­den
VW Volkswagen Werk Fabrik Wolfsburg, Autostadt Wolfsburg

14.02.2019. (dpa/fle) - VW un­ter dem Spar­dik­tat: Die Volks­wa­gen-Kern­mar­ke VW Pkw peilt al­lein im Stamm­werk Wolfs­burg bis 2020 Ein­spa­run­gen um 186 Mil­lio­nen EUR an.

Er­mög­li­chen sol­len dies schlan­ke­re und au­to­ma­ti­sier­te Pro­zes­se so­wie we­ni­ger Ar­beits­schrit­te, wie das Un­ter­neh­men am Don­ners­tag mit­teil­te.

Bis 2025 sol­le die Pro­duk­ti­vi­tät im ge­sam­ten Pro­duk­ti­ons­netz­werk - au­ßer Chi­na - um 30 Pro­zent zu­le­gen, ins­ge­samt be­deu­te dies Ein­spa­run­gen von 2,6 Mil­li­ar­den EUR, sag­te An­dre­as Tostmann, Pro­duk­ti­ons- und Lo­gis­tik­chef von VW Pkw. Das Vor­ha­ben be­tref­fe auch die Be­leg­schaft: "Wir ge­hen da­von aus, dass die Be­leg­schaft re­du­ziert wird." Dies wer­de so­zi­al­ver­träg­lich, oh­ne be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen und bei­spiels­wei­se über Al­ters­teil­zeit­re­ge­lun­gen ge­sche­hen, be­ton­te Tostmann.

Im "Zu­kunfts­pakt" ge­nann­ten Spar­pro­gramm für die deut­schen Wer­ke der Mar­ke und dar­über hin­aus für den Um­bau der Wer­ke Em­den und Han­no­ver zu E-Au­to-Pro­duk­ti­ons­stät­ten sei Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung ver­ein­bart wor­den. Die Pro­duk­ti­on von Elek­tro­au­tos gilt als we­ni­ger auf­wen­dig als bei den Ver­bren­nern. Auch der "Zu­kunfts­pakt" sah be­reits vor, die Pro­duk­ti­vi­tät in Wolfs­burg um 25 Pro­zent bis 2020 zu ver­bes­sern.

VW-Kon­zern­chef Her­bert Diess hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr an­ge­kün­digt: "Wir wol­len ge­mein­sam mit den Mar­ken, über al­le Wer­ke hin­weg, bis 2025 rund 30 Pro­zent mehr Ef­fi­zi­enz schaf­fen." Hin­ter­grund sind et­wa im­men­se In­ves­ti­tio­nen, die der Wan­del zur E-Mo­bi­li­tät und zum au­to­ma­ti­sier­ten Fah­ren er­for­dert.

Bis­lang lie­ge VW bei Pro­duk­ti­ons- und Ar­beits­kos­ten im Ver­gleich mit Wett­be­wer­bern im Mit­tel­feld, sag­te Tostmann. Auch an die Stan­dar­di­sie­rung im welt­wei­ten Pro­duk­ti­ons­ver­bund will er her­an. Vor­han­de­ne An­la­gen soll­ten wie­der­ver­wen­det wer­den, im Ka­ros­se­rie­bau soll­ten voll au­to­ma­ti­sier­te Trans­port­sys­te­me ei­ne schnel­le­re Ma­te­ri­al­ver­sor­gung be­wir­ken – die 23 Trans­por­t­ro­bo­ter er­höh­ten die Pro­duk­ti­vi­tät in dem Sek­tor um 7 Pro­zent.

Be­triebs­rats­chef Bernd Os­ter­loh hob die Fle­xi­bi­li­tät der Be­leg­schaft her­vor. Ziel müs­se es sein, die Pro­duk­ti­vi­tät auch durch ho­he Werks­aus­las­tung zu stei­gern. Al­ler­dings ist der Stand­ort Wolfs­burg mit rund 63.300 Be­schäf­tig­ten nicht voll aus­ge­las­tet: Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den dort rund 704.000 Au­tos her­ge­stellt, künf­tig soll an dem Stand­ort die Golf-Pro­duk­ti­on ge­bün­delt wer­den. Bis­lang ent­steht der Golf un­ter an­de­rem auch in Zwi­ckau, dem künf­tig ers­ten rei­nen E-Au­to-Werk von VW, wo ab En­de 2019 der voll­elek­tri­sche ID vom Band läuft. Im Stamm­werk sol­len dann bis zu ei­ne Mil­li­on Au­tos pro Jahr ge­baut wer­den.

Ei­ne "deut­li­che Vo­lu­men­stei­ge­rung" ver­spricht sich Tostmann vom Golf-Nach­fol­ger, dem Golf 8, im zwei­ten Halb­jahr 2019. Beim An­lauf des neu­en Mo­dells sei VW "im Zeit­plan". Der Pro­duk­ti­ons­vor­stand geht da­von aus, dass die Ar­beits­zeit für das neue Mo­dell um zehn Pro­zent ge­rin­ger aus­fällt, die Pro­duk­ti­on wird al­so schnel­ler ge­tak­tet.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2019

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