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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/026

Warn­streiks tref­fen Ki­tas in NRW

Die AWO-Be­schäf­tig­ten in NRW for­dern zehn Pro­zent mehr Ge­halt. Am Diens­tag wur­de zum zwei­ten Mal ver­han­delt - be­glei­tet von lan­des­wei­ten Warn­streiks
Kindergartenerzieherin spielt mit Kindern

29.01.2019. (dpa/fle) - Ge­schlos­se­ne Ki­tas und Ganz­tags­be­treu­un­gen: Knapp 2.500 Be­schäf­tig­te der Ar­bei­ter­wohl­fahrt (AWO) ha­ben sich der Ge­werk­schaft Ver­di zu­fol­ge am Diens­tag an ei­nem Warn­streik in Nord­rhein-West­fa­len (NRW) be­tei­ligt.

An­lass war die zwei­te Ta­rif­ver­hand­lungs­run­de an die­sem Tag.

Die Be­tei­li­gung ha­be die Er­war­tun­gen deut­lich über­trof­fen, sag­te ei­ne Ver­di-Spre­che­rin. Ei­ne AWO-Spre­che­rin be­zeich­ne­te die Streik­be­reit­schaft als "eher zu­rück­hal­tend".

An ei­ner Kund­ge­bung in Düs­sel­dorf hät­ten sich fast 2.400 Mit­glie­der be­tei­ligt, teil­te Ver­di mit. Meh­re­re Ki­tas sei­en ge­schlos­sen ge­blie­ben. In Bo­chum und Her­ne sei­en es al­lein 25 von 29 ge­we­sen.

Die AWO-Spre­che­rin hin­ge­gen sag­te: "Lan­des­weit hat der Warn­streik die päd­ago­gi­sche, pfle­ge­ri­sche und so­zia­le Ar­beit der AWO nicht be­ein­träch­tigt. Nur in ei­ni­gen we­ni­gen Re­gio­nen kam es ver­mehrt zu Schlie­ßun­gen von OGS und Ki­tas." So sei­en im AWO-Be­zirk Ost­west­fa­len-Lip­pe von 118 Ki­tas nur zwei ge­schlos­sen ge­we­sen, in Dort­mund kei­ne ein­zi­ge der 16 Awo-Ki­tas. Im Be­zirk West­li­ches West­fa­len sei in den dor­ti­gen knapp 60 Se­nio­ren­zen­tren kei­ne ein­zi­ge Not­dienst­ver­ein­ba­rung ge­trof­fen wor­den. "Die Ver­sor­ung hat rei­bungs­los funk­tio­niert. Da wur­de nur ver­ein­zelt ge­streikt."

Die AWO be­schäf­tigt in Nord­rhein-West­fa­len nach ei­ge­nen An­ga­ben 65.000 Men­schen in rund 3.000 Ein­rich­tun­gen, dar­un­ter 729 Ki­tas, 132 Se­nio­ren­zen­tren und 490 Of­fe­ne Ganz­tags­be­treu­un­gen.

Mit dem Warn­streik woll­te die Ge­werk­schaft ih­ren For­de­run­gen bei den lau­fen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen Nach­druck ver­lei­hen. Ver­di will ei­ne An­glei­chung der Löh­ne an das Lohn­ni­veau im öf­fent­li­chen Dienst er­rei­chen und for­dert zehn Pro­zent mehr Lohn. Die Lauf­zeit soll 13 Mo­na­te be­tra­gen. Die Ar­beit­ge­ber ha­ben in der ers­ten Run­de ins­ge­samt sie­ben Pro­zent bei ei­ner Lauf­zeit von 30 Mo­na­ten an­ge­bo­ten. Ver­di lehn­te die­se so­ge­nann­te "Jahr­hun­dert­an­ge­bot" der NWO aber be­reits zur ers­ten Ver­hand­lungs­run­de am 09.01.2019 als zu nied­rig ab.

In ei­nem Brief an die Mit­ar­bei­ter hat­te die Ge­schäfts­füh­rung den Warn­streik nun als "nicht ver­hält­nis­mä­ßig" be­zeich­net.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 31. Januar 2019

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