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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/167

Wie­der vie­le Leh­rer in den Som­mer­fe­ri­en ar­beits­los

Trotz des Leh­rer­man­gels en­den die Ar­beits­ver­trä­ge vie­ler Lehr­kräf­te mit Be­ginn der Som­mer­fe­ri­en, um den Bun­des­län­dern Geld zu spa­ren
Lehrerin in einer Grundschulklasse mit Schülern, Schule

09.07.2018. (dpa/wie) - Ob­wohl in ganz Deutsch­land Leh­rer­man­gel herrscht (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/192a Kul­tus­mi­nis­te­ri­um re­agiert auf Eng­pass bei Lehr­kräf­ten), hal­ten vie­le Bun­des­län­dern an der Pra­xis fest, vor al­lem Ver­tre­tungs­leh­rer nur bis zu den Som­mer­fe­ri­en be­fris­tet zu be­schäf­tig­ten und bis zum Start des nächs­ten Schul­jahrs in die Ar­beits­lo­sig­keit zu schi­cken.

Wäh­rend sich im ver­gan­ge­nen Jahr zu Be­ginn der Som­mer­fe­ri­en fast 5.000 Leh­rer bei der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) ar­beits­los mel­de­ten, zeich­ne es sich auch in 2018 wie­der deut­lich ab, sag­te die Vor­sit­zen­de der Bil­dungs­ge­werk­schaft GEW, Mar­lis Te­pe. Da­bei sei die Zahl ei­gent­lich noch hö­her, denn nicht al­le wür­den sich für die kur­ze Zeit ar­beits­los mel­den.

Nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums sind es in die­sem Jahr al­lein in Ba­den-Würt­tem­berg et­wa 3.300 Leh­rer, de­ren Ar­beits­ver­trag mit Be­ginn der schul­frei­en Zeit aus­läuft. Ei­ne durch­ge­hen­de Be­schäf­ti­gung bis zum nächs­ten Schul­jahr wür­de das Land dem­nach 12,5 Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten.

"Ich hal­te es für skan­da­lös, dass sich trotz Leh­rer­man­gel und mas­si­vem Un­ter­richts­aus­fall vie­le Bun­des­län­der wei­gern, be­fris­te­te Ver­trä­ge in dau­er­haf­te Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se um­zu­wan­deln", sag­te der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Leh­rer­ver­ban­des, Heinz-Pe­ter Mei­din­ger ge­gen­über der Bild-Zei­tung. "Jun­ge mo­ti­vier­te Lehr­kräf­te wer­den da­mit als be­lie­big ver­schieb­ba­re Ma­nö­vrier­mas­se miss­braucht."

In Rhein­land-Pfalz sol­len al­le Ver­tre­tungs­leh­rer ab 2019 auch in den Fe­ri­en be­zahlt wer­den. Laut dem ört­li­chen Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um wer­de das zu Mehr­kos­ten in Hö­he von 2,5 Mil­lio­nen Eu­ro füh­ren.


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Letzte Überarbeitung: 22. November 2018

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