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Zahl der Be­rufs­pend­ler ist wei­ter ge­stie­gen

Ein lan­ger Weg zur Ar­beit kos­tet Zeit, Geld und Ner­ven. Den­noch steigt die Zahl der Pend­ler seit Jah­ren. Wor­an liegt das?
Autos im Stau, Pendler, Straßenverkehr

15.10.2019. (dpa/fle) - Die Zahl der Be­rufs­pend­ler ist in vie­len Re­gio­nen Nie­der­sach­sens und in Bre­men nach ei­ner amt­li­chen Aus­wer­tung ge­stie­gen.

Ei­ne Haupt­ur­sa­che sieht die In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt im Man­gel an be­zahl­ba­rem Wohn­raum.

Vie­le Men­schen könn­ten sich ho­he Mie­ten und Im­mo­bi­li­en­prei­se ge­ra­de dort nicht leis­ten, wo in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­le Jobs ent­stan­den sei­en. Nö­tig sei­en ei­ne Wen­de in der Woh­nungs­bau­po­li­tik und In­ves­ti­tio­nen in der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, sag­te ei­ne Spre­che­rin der IG Bau am Diens­tag in Han­no­ver.

Die Ge­werk­schaft be­zog sich auf ei­ne Aus­wer­tung des Bun­des­in­sti­tu­tes für Bau-, Stadt- und Raum­for­schung. Dem­nach ka­men 2018 rund 305.000 Men­schen zum Ar­bei­ten re­gel­mä­ßig in die Re­gi­on Han­no­ver - das wa­ren 18 Pro­zent mehr als noch im Jahr 2000. In Bre­men stieg die Pend­ler­zahl um 21 Pro­zent auf 117.000 Men­schen, in Braun­schweig wur­den mit 65.000 Men­schen rund 32 Pro­zent mehr Pend­ler re­gis­triert als im Jahr 2000.

Be­son­ders stark fiel der Zu­wachs um 36 Pro­zent auf 48.000 Pend­ler im Kreis Lü­ne­burg auf. Bun­des­weit pen­del­ten nach Da­ten der Bun­des­agen­tur für Ar­beit 39 Pro­zent al­ler so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Be­schäf­tig­ten in ei­ne an­de­re Stadt oder in ei­nen an­de­ren Kreis zur Ar­beit.

Stre­cken von mehr als 50 Ki­lo­me­tern bis zum Ar­beits­platz sind nach An­ga­ben der IG Bau in­zwi­schen nor­mal. Die Fol­gen sei­en im­mer län­ge­re Staus auf den Stra­ßen und über­füll­te Zü­ge. "Da­bei geht nicht nur wert­vol­le Zeit für Fa­mi­lie, Freun­de und Hob­bys ver­lo­ren", sag­te Ge­werk­schaf­te­rin Ste­pha­nie Wlo­dar­ski. Auch die Um­welt lei­de un­ter der Fah­re­rei. Die Ge­werk­schaft ver­wies auf Aus­sa­gen des Um­welt­bun­des­am­tes, wo­nach der Ver­kehr für knapp ein Fünf­tel al­ler CO2-Emis­sio­nen in Deutsch­land ver­ant­wort­lich ist.

Wlo­dar­ski warn­te vor ei­ner Zu­nah­me der Pend­ler­zah­len, soll­ten Wohn- und Ar­beits­ort künf­tig noch wei­ter ent­fernt von­ein­an­der lie­gen. Fir­men könn­ten ei­nen ent­schei­den­den Bei­trag ge­gen den "Pen­del-Frust" leis­ten, wenn sie et­wa Gleit­zeit oder Ar­bei­ten im Ho­me-Of­fice er­leich­ter­ten.

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Letzte Überarbeitung: 7. November 2019

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