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ARBEITSRECHT
Ausgabe
ENTSCHEIDUNGSREPORT FÜR DIE BETRIEBLICHE PRAXIS 01|2025

Update Arbeitsrecht 01|2025 vom 31.01.2025

Arbeit und Soziales

Der Arbeitsmarkt zum Jahresanfang

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Januar 2025 deutlich auf knapp 3 Mio. Personen angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent.

31.01.2025. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2024 ist die Arbeitslosenzahl im Januar 2025 um 186.000 auf 2.993.000 Personen gestiegen.

Auch der Anstieg der Arbeitslosenquote gegenüber Dezember 2024 fällt mit 0,4 Prozentpunkten auf aktuell 6,4 Prozent deutlich aus. 

Im Jahresvergleich, d.h. seit Januar 2024, hat die Anzahl der Arbeitslosen um 187.000 Personen erhöht.

Für Januar 2025 erfasst die Statistik der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 4.902.000 erwerbsfähige Personen, die entweder Lohnersatzleistungen nach dem SGB III beziehen, d.h. Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit, oder Leistungen zur Grundsicherung nach dem SGB II, d.h. Bürgergeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

In den vergangen Monaten wurde auch vermehrt Kurzarbeit in Anspruch genommen. Konjunkturelles Kurzarbeitergeld erhielten im September 221.000 Beschäftigte, im Oktober bereits 263.000 Beschäftigte und im November 2024 schließlich 293.000 Beschäftigte. 

Neuere Zahlen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeit liegen noch nicht vor. Allerdings zeigten die Unternehmen im Januar, d.h. vom 01.01.2025 bis zum 27.01.2025, für 54.000 Personen den (möglichen) Bedarf an Kurzarbeit an.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb zum Jahresanfang schwach. Im Januar 2025 waren 632.000 offene Stellen bei der Bundesagentur gemeldet. Das sind 66.000 weniger als vor einem Jahr, d.h. im Januar 2024.

Immerhin ist die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2024 saisonbereinigt gegenüber dem November 2024 leicht, d.h. um 4.000 Personen gestiegen. Sie lag im November 2024 mit 46,17 Mio. Personen allerdings um 26.000 unter dem Vorjahreswert, d.h. sie ist im Jahresverlauf insgesamt gesunken. 

Im Herbst 2024, d.h. von Oktober zu November 2024, ist auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt um 5.000 Beschäftigte gesunken. Im Vorjahresvergleich (mit November 2023) ergibt sich allerdings eine Zunahme um 94.000 auf 35,22 Millionen Beschäftigte. 

Im November 2024 übten 7,66 Mio. Personen eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Das sind 29.000 Personen mehr als im November 2023.

Im aktuellen Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, den die Bundesagentur für Arbeit für Januar 2025 veröffentlicht hat, heißt es zu den Hintergründen des Anstiegs der Arbeitslosigkeit, dass das reale Bruttoinlandsprodukt ist 2024 kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gesunken ist. 

Damit ging die anziehende Weltkonjunktur an der deutschen Wirtschaft vorbei. Trotz der Verbesserung des Geschäftsklimas Anfang 2025 bleiben die Konjunkturaussichten pessimistisch. 

Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft hinterlässt am Arbeitsmarkt immer tiefere Spuren. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Januar 2025 sowohl aufgrund der Winterpause als auch saisonbereinigt deutlich gestiegen. 

Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt im Januar 2025, Pressemitteilung vom 31.01.2025

Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Januar 2025

tagesschau.de, Arbeitslosigkeit steigt auf fast drei Millionen, 31.01.2025

zdf.de, Knapp drei Millionen ohne Job. Arbeitslosigkeit im Januar stark gestiegen, 31.01.2025

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