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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/002

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung ei­nes Co­ro­na-Test­muf­fels

Auch bei recht­mä­ßi­ger An­ord­nung ei­nes Co­ro­na-Schnell­tests kön­nen Test­ver­wei­ge­rer nicht oh­ne Ab­mah­nung ge­kün­digt wer­den: Ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ur­teil vom 24.11.2021, 27 Ca 20/21
Bus Cockpit, Busfahrer, Unternehmen finden keine Busfahrer, Fachkräftemangel

13.01.2022. Ein bei ei­nem Sam­mel­ta­xi-Un­ter­neh­men be­schäf­tig­ter Fah­rer war we­gen der Co­ro­na-Epi­de­mie bis En­de Mai 2021 in Kurz­ar­beit. Da­nach soll­te er wie­der mit dem Fahr­dienst be­gin­nen.

Al­ler­dings ord­ne­te sein Ar­beit­ge­ber zum Schutz der Fahr­gäs­te und der Be­leg­schaft ei­nen vor­he­ri­gen Co­ro­na-Schnell­test an, zu dem der Fah­rer nicht be­reit war. An­fang Ju­ni 2021 gab es da­her Dis­kus­sio­nen zwi­schen den Ver­tre­tern des Ta­xi-Un­ter­neh­mens und dem Fah­rer, der meh­re­re Ta­ge lang nicht fah­ren durf­te und schließ­lich ge­kün­digt wur­de.

Die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge des Fah­rers hat­te vor dem Ar­beits­ge­richt Ham­burg Er­folg. Denn der Ar­beit­ge­ber be­rief sich auf ver­hal­tens­be­ding­te Grün­de, hat­te den Fah­rer aber vor Aus­spruch der Kün­di­gung nicht ab­ge­mahnt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 01|2022 Ar­beits­ge­richt Ham­burg: Kün­di­gung we­gen Ver­wei­ge­rung ei­nes Co­ro­na-Schnell­tests.

Letzte Überarbeitung: 31. Januar 2022

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