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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/015

BAG zur Sach­grund­lo­sen Be­fris­tung nach Fort­bil­dung

Ei­ne Vor­be­schäf­ti­gung ist „ganz an­ders ge­ar­tet“ und da­her mit ei­ner spä­te­ren sach­grund­lo­sen Be­fris­tung ver­ein­bar, wenn ei­ne zwi­schen­zeit­li­che Fort­bil­dung zu ei­nem Bruch in der Er­werbs­bio­gra­phie führt: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 16.09.2020, 7 AZR 552/19
Sanduhr mit rotem Sand

10.03.2021. Nach § 14 Abs.2 Satz 2 Teil­zeit­be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) kann ein Ar­beits­ver­trag nicht sach­grund­los be­fris­tet wer­den, wenn be­reits zu­vor ein Ar­beits­ver­hält­nis zwi­schen den Par­tei­en be­stand.

Von die­sem An­schluss­ver­bot macht das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in drei Fäl­len ei­ne en­ge Aus­nah­me. So ist ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung trotz Vor­be­schäf­ti­gung mög­lich, wenn die­se sehr lang zu­rück­liegt, von sehr kur­zer Dau­er oder "ganz an­ders ge­ar­tet" war.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) muss­te sich in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung mit der Fra­ge be­fas­sen, wann ei­ne Vor­be­schäf­ti­gung "ganz an­ders ge­ar­tet" ist. Da­für ist ein "Bruch in der Er­werbs­bio­gra­phie " not­wen­dig, so das BAG.

Bei Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen ist das nur sel­ten der Fall. Nur wenn die Fort­bil­dung den Ar­beit­neh­mer zu Auf­ga­ben be­fä­higt, die sei­ne Er­werbs­bio­gra­phie ei­ne völ­lig an­de­re Rich­tung ge­ben, ist ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung nach der Fort­bil­dung mög­lich:

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 16.09.2020, 7 AZR 552/19

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2021 BAG: Sach­grund­lo­se Be­fris­tung nach ei­ner „ganz an­ders ge­ar­te­ten“ Vor­be­schäf­ti­gung.

Letzte Überarbeitung: 3. August 2021

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