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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/042

Be­nach­tei­li­gung durch ta­rif­ver­trag­li­che Al­ters­gren­ze

Wer­den Be­wer­ber, die ta­rif­ver­trag­li­che Al­ters­gren­zen über­schrei­ten, aus­ge­schlos­sen, liegt kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung vor: Ar­beits­ge­richt Arns­berg, Ur­teil vom 08.08.2022, 2 Ca 29/22
Bewerbung und Stempel Absage, Ablehnung, Jobchancen, Arbeitsmarkt

10.10.2022. Das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) soll dis­kri­mi­nie­ren­de Be­nach­tei­li­gun­gen u.a. we­gen des Al­ters ver­hin­dern. Nach § 11 AGG gilt das Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot des § 7 Abs.1 AGG auch für Stel­len­aus­schrei­bun­gen. In ei­nem ak­tu­el­len Fall hat das Ar­beits­ge­richt Arns­berg je­doch ent­schie­den, dass ei­ne Aus­nah­me be­steht, wenn öf­fent­li­che Ar­beit­ge­ber Ta­rif­ver­trä­ge mit recht­lich zu­läs­si­gen Ren­ten­al­ter­sklau­seln an­wen­den (Ar­beits­ge­richt Arns­berg, Ur­teil vom 08.08.2022, 2 Ca 29/22). In sol­chen Fäl­len kön­nen Be­wer­ber, die die­se ta­rif­ver­trag­li­chen Al­ters­gren­ze über­schrit­ten ha­ben, nach­ran­gig be­rück­sich­tigt wer­den, oh­ne dass ei­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung im Sin­ne des AGG an­ge­nom­men wird.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 20/2022 Ar­beits­ge­richt Arns­berg: Die Ab­leh­nung ei­nes Be­wer­bers, der die Al­ters­gren­ze über­schrit­ten hat, ist kei­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung
 

Letzte Überarbeitung: 4. November 2022

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