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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/034

Ge­schlech­ter­ge­rech­te Spra­che und Dis­kri­mi­nie­rung

Die Ver­wen­dung des Gen­der­stern­chen stellt kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung mehr­ge­schlecht­li­cher Per­so­nen dar: Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 22.06.2021, 3 Sa 37 öD/21
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14.07.2021. Ver­wen­det ein Ar­beit­ge­ber bei ei­ner Stel­len­aus­schrei­bung ei­ne Be­zeich­nung, die na­he­legt, nur Per­so­nen be­stimm­ten Ge­schlechts an­stel­len zu wol­len, liegt dar­in ein In­diz ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Ge­schlechts, § 22 All­ge­mei­nes Gleich­be­hand­lungs­ge­setz .

Dies ist bei­spiels­wei­se dann der Fall, wenn der Ar­beit­ge­ber nur nach "Be­wer­bern" sucht. Kann der Ar­beit­ge­ber das In­diz der Dis­kri­mi­nie­rung nicht wi­der­le­gen, muss er nach § 15 AGG Ent­schä­di­gung an die dis­kri­mi­nier­te Per­son be­zah­len.

In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung muss­te sich das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Schles­wig-Hol­stein mit dem Gen­der­stern­chen und der Fra­ge, ob die For­mu­lie­rung "schwer­be­hin­der­te Be­wer­ber*in­nen" an Stel­le von "schwer­be­hin­der­te Men­schen" mehr­ge­schlecht­li­che Per­so­nen dis­kri­mi­nie­re.

Nein, so das Kie­ler LAG. Ziel des Gen­der­stern­chen ist es, nie­man­den zu dis­kri­mi­nie­ren und die Viel­falt der Ge­schlech­ter deut­lich zu ma­chen, Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 22.06.2021, 3 Sa 37 öD/21.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 14|2021 LAG Schles­wig-Hol­stein: Gen­der­stern­chen in Stel­len­aus­schrei­bun­gen sind kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung mehr­ge­schlecht­li­cher Per­so­nen.

Letzte Überarbeitung: 27. Juli 2021

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