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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/033

Kurz­ar­beit als In­diz ge­gen dau­er­haf­ten Weg­fall des Be­schäf­ti­gungs­be­darfs

Die Ein­füh­rung von Kurz­ar­beit für Ar­beit­neh­mer mit glei­chen Auf­ga­ben spricht ge­gen ei­nen dau­er­haf­ten Weg­fall des Be­schäf­ti­gungs­be­darfs: Lan­des­ar­beits­ge­richt Mün­chen, Ur­teil vom 05.05.2021, 5 Sa 938/20
Kündigung auf Postit (Klebezettel)

14.07.2021. Auf­grund der Co­ro­na-Kri­se konn­ten vie­le Ar­beit­ge­ber ih­re Ar­beit­neh­mer nicht mehr voll­be­schäf­ti­gen.

Des­halb ha­ben vie­le Ar­beit­ge­ber Kurz­ar­beit ein­ge­führt, an­de­re da­ge­gen ha­ben ei­ne be­triebs­be­ding­te Kün­di­gung aus­ge­spro­chen. Letz­te­re ist aber nur dann zu­läs­sig, wenn der Ar­beit­ge­ber beim Aus­pruch der Kün­di­gung von ei­nem dau­er­haf­ten Weg­fall des Be­schäf­ti­gungs­be­darfs aus­geht.

Frag­lich ist, ob ein Ar­beit­ge­ber, der für ei­ni­ge Ar­beit­neh­mer Kurz­ar­beit ein­führt, an­de­re Ar­beit­neh­mer mit glei­chen Auf­ga­ben be­triebs­be­dingt kün­di­gen kann. Denn gem. § 95 Satz 1 Nr.1 in Verb. mit § 96 Abs.1 Satz 1 Nr.2 Drit­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch ist die Vor­aus­set­zung für Kurz­ar­bei­ter­geld, dass der Ar­beit­ge­ber nur von ei­nem vor­über­ge­hen­den Ar­beits­aus­fall aus­geht.

Da­her ist die Ein­füh­rung von Kurz­ar­beit ein In­diz ge­gen den lang­fris­ti­gen Weg­fall des Be­schäf­ti­gungs­be­darfs, so das Lan­des­ar­beits­ge­richt Mün­chen. Dies muss der Ar­beit­ge­ber wi­der­le­gen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Mün­chen, Ur­teil vom 05.05.2021, 5 Sa 938/20.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 14|2021 LAG Mün­chen: Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gung bei gleich­zei­ti­ger Ein­füh­rung von Kurz­ar­beit?

Letzte Überarbeitung: 3. August 2021

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Christoph Hildebrandt
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