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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/022

Haf­tung des Ar­beit­ge­bers für ge­min­der­tes El­tern­geld bei Zah­lungs­ver­zug

Kommt es we­gen ver­spä­te­ter Lohn­zah­lung zu ei­ner Min­de­rung des El­tern­gel­des, muss der Ar­beit­ge­ber die­sen Scha­den aus­glei­chen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nürn­berg, Ur­teil vom 20.01.2021, 2 Sa 253/20
Mutter, Vater und Kind, Familie, Elternzeit, Elterngeld

05.05.2021. Jun­ge El­tern, die in den ers­ten Le­bens­jah­ren des Kin­des be­ruf­lich pau­sie­ren oder nur zeit­lich be­schränkt ar­bei­ten wol­len, um sich um ihr Kind zu küm­mern, ha­ben ge­mäß §§ 1, 15 Abs.1 Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­setz (BEEG) ei­nen An­spruch auf El­tern­zeit und El­tern­geld.

Die Hö­he des El­tern­gel­des rich­tet sich nach dem bis­he­ri­gen Ein­kom­men: Es be­trägt 67 Pro­zent des bis­he­ri­gen Ein­kom­mens, ma­xi­mal je­doch 1.800 EUR im Mo­nat (§ 2 BEEG). Zahlt der Ar­beit­ge­ber da­her nicht (recht­zei­tig) den Ar­beits­lohn, kann dies zu ei­ner Min­de­rung des El­tern­gelds füh­ren.

In ei­nem sol­chen Fall hat der Ar­beit­neh­mer ei­nen An­spruch auf Scha­dens­er­satz in Hö­he der Min­de­rung. Je­doch muss sich der Ar­beit­neh­mer durch die ver­spä­te­te Zah­lung ge­ge­be­nen­falls ent­stan­de­ne Steu­er­vor­tei­le im We­ge der Vor­teils­aus­glei­chung an­rech­nen las­sen, so das Lan­des­ar­beits­ge­richt Nürn­berg, Ur­teil vom 20.01.2021, 2 Sa 253/20.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 09|2021 LAG Nürn­berg: Scha­dens­er­satz für ge­rin­ge­res El­tern­geld we­gen ver­spä­te­ter Lohn­zah­lung.

Letzte Überarbeitung: 28. September 2021

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Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

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