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20/057a Kün­di­gungs­schutz­kla­ge trotz Wunsch nach Kün­di­gung

Auch wenn ein Ar­beit­neh­mer den Wunsch, ge­kün­digt zu wer­den, äu­ßert, ist ei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge nicht rechts­miss­bräuch­lich: Hes­si­sches LAG
Kündigung, Büroangestellte

29.04.2020. Wer als Ar­beit­ge­ber ei­ne Kün­di­gung er­hält, kann da­ge­gen Kün­di­gungs­schutz­kla­ge er­he­ben. Im Er­folgs­fall stellt das Ar­beits­ge­richt dann fest, dass die Kün­di­gung un­wirk­sam ist.

In man­chen Fäl­len hat ei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge ei­ne merk­wür­di­ge Vor­ge­schich­te: Der Ar­beit­neh­mer si­gna­li­siert dem Ar­beit­ge­ber, dass ihm ei­ne Kün­di­gung ei­gent­lich ganz recht wä­re.

Hier stellt sich die Fra­ge, ob ei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge dann noch er­ho­ben wer­den kann, oder ob der Ar­beit­neh­mer viel­leicht auf das Kla­ge­recht ver­zich­tet hat. Mög­li­cher­wei­se ist ei­ne Kla­ge dann auch rechts­miss­bräuch­lich.

In ei­nem ak­tu­el­len Fall hat das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) ent­schie­den, dass der Wunsch nach ei­ner Kün­di­gung kei­nen Ver­zicht auf die Kla­ge­mög­lich­keit dar­stellt (Hes­si­sches LAG, Ur­teil vom 09.12.2019, 16 Sa 839/19).

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 09|2020: Hes­si­sches LAG: Wunsch nach Aus­spruch ei­ner Kün­di­gung macht spä­te­re Kla­ge nicht un­zu­läs­sig.

Letzte Überarbeitung: 14. Juni 2021

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