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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/035

Über­las­sung von Ar­beits­mit­teln für Fahr­rad­lie­fe­ran­ten

Ein Fahr­rad­ku­rier hat ei­nen An­spruch auf Stel­lung ei­nes Fahr­rads und ei­nes Dienst­han­dys: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 12.03.2021, 14 Sa 306/20
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28.07.2021. Ar­beit­neh­mer, die für ih­ren Ar­beit­ge­ber Spei­sen und Ge­trän­ke an Kun­den aus­lie­fern, wie ins­be­son­de­re Fahr­rad­ku­rie­re, sind auf ein ver­kehr­stüch­ti­ges Fahr­rad und auf ein in­ter­net­fä­hi­ges Mo­bil­te­le­fon an­ge­wie­sen.

Teil­wei­se ver­langt der Ar­beit­ge­ber, dass die Ku­rie­re ih­re ei­ge­nen Ar­beits­mit­tel stel­len. Je­doch er­gibt sich aus §§ 611a, 615 S.3, 618 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) in Verb. mit dem Ar­beits­ver­trag ein An­spruch auf Stel­lung der Dienst­mit­tel, so das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt.

Ei­ne ab­wei­chen­de Re­ge­lung im Ar­beits­ver­trag durch All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) ist nur dann wirk­sam, wenn sie den Ar­beit­neh­mer nicht un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­ligt (§ 307 Abs.1 Satz 1 BGB). Ei­ne sol­che Be­nach­tei­li­gung liegt je­doch vor, wenn der Ar­beit­ge­ber von dem Ku­rier ver­langt, Fahr­rad und Mo­bil­te­le­fon selbst zu stel­len: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 12.03.2021, 14 Sa 306/20.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 15|2021 Hes­si­sches LAG: An­spruch von Fahr­rad­ku­rie­ren auf Stel­lung ei­nes Fahr­rads und ei­nes Dienst­han­dys.

Letzte Überarbeitung: 23. August 2021

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Dr. Martin Hensche
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