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ARBEITSRECHT AKTUELL // 20/069

Ver­di kri­ti­siert Stel­len­ab­bau bei TUIfly

Die TUIfly plant ei­nen groß an­ge­leg­ten Stel­len­ab­bau, ob­wohl sie zu­vor staat­li­che Hilfs­gel­der in An­spruch ge­nom­men hat
Stellenabbau, Entlassungen, Entlassungswelle

03.06.2020 (fle) - Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (Ver­di) übt schar­fe Kri­tik an der An­kün­di­gung des TUI-Kon­zern, dass es zu Mas­sen­ent­las­sun­gen kom­men soll.

Ma­ri­an Drews, der für TUIfly zu­stän­di­ge Ge­werk­schafts­se­kre­tär bei Ver­di, kri­ti­sier­te: „Die Be­schäf­tig­ten­stel­len und die Flot­te na­he­zu hal­bie­ren zu wol­len und da­bei gleich­zei­tig 1,8 Mil­li­ar­den EUR staat­li­cher Un­ter­stüt­zung zu be­zie­hen, ist ein dop­pel­ter Schlag ins Ge­sicht der Be­schäf­tig­ten“.

„Ein gleich­zei­ti­ges Fi­nan­zie­ren des Flot­ten- und Per­so­nal­ab­baus mit Mil­lio­nen­sum­men aus den Staats­gel­dern – was bei der da­mit ein­her­ge­hen­den un­wie­der­bring­li­chen Aus­glie­de­rung von St­abs­funk­tio­nen auf die Zer­schla­gung der deut­schen TUIfly hin­aus­lie­fe - stellt den Sinn und Zweck die­ser Hil­fen schon im Grund­satz in Fra­ge“, er­klär­te Drews.

Et­wai­ge Per­so­nal­ab­b­ausze­na­ri­en und Stand­ort­schlie­ßun­gen kön­nen zwar kurz­fris­tig für gu­te Zah­len sor­gen, doch feh­le es wei­ter­hin an ei­nem zu­kunfts­fä­hi­gen Kon­zept des Kon­zerns.

Die­se Schrit­te in ei­ner Zeit der Un­ge­wiss­heit zu wäh­len sei für Ver­di nicht nach­voll­zieh­bar. Noch sei völ­lig un­klar, wo­hin sich der Markt be­we­gen wer­de.

„Der Ver­drän­gungs­wett­be­werb in der ge­sam­ten Luft­ver­kehrs­bran­che zeigt hier sei­ne nächs­ten Aus­wüch­se. Ge­ra­de gut ta­ri­fier­te und gut ge­re­gel­te Ar­beits­ver­hält­nis­se müs­sen dau­er­haft ge­schützt wer­den“, so Drews.

Er kün­dig­te an, dass Ver­di ent­schlos­sen ge­gen den Stel­len­ab­bau kämp­fen wer­de. Es sei das kla­re Ziel von Ver­di, die Be­schäf­tig­ten und de­ren ta­rif­li­che Stan­dards zu schüt­zen.

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Letzte Überarbeitung: 10. Juli 2020

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